Das Hauptzollamt Regensburg verzeichnete im Jahr 2025 mehr Warenabfertigungen, konsequente Kontrollen und hohe Einnahmen. Die Beschäftigten bewältigten umfangreiche Aufgaben in verschiedenen Bereichen.
Amberg: Positive Bilanz Hauptzollamt Regensburg

Regensburg (ost)
Hauptzollamt Regensburg zieht positive Bilanz für das Jahr 2025 Mehr Warenabfertigungen, konsequente Kontrollen und hohe Einnahmen
Das Hauptzollamt Regensburg blickt auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Beschäftigten bewältigten erneut umfangreiche Aufgaben in den Bereichen Steuererhebung, Bekämpfung von Schwarzarbeit und Kontrolle des internationalen Warenverkehrs.
„Die Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen erneut die große Bandbreite der Aufgaben des Zolls und das hohe Engagement unserer Beschäftigten. Ob bei der Bekämpfung von Schmuggel und Schwarzarbeit, der Abfertigung des internationalen Warenverkehrs oder der Erhebung von Steuern – der Zoll übernimmt zentrale Aufgaben für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärt René Matschke, Leiter des Hauptzollamts Regensburg.
„Mein besonderer Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die sich auch im vergangenen Jahr mit großem Engagement und hoher Professionalität den vielfältigen Herausforderungen gestellt haben“, so Matschke weiter.
Einnahmen
Das Hauptzollamt Regensburg nahm im Jahr 2025 insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro ein. Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Stromsteuer mit rund 583 Millionen Euro sowie die Energiesteuer mit rund 337 Millionen Euro. Die Einnahmen des Zolls leisten einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens.
Warenabfertigung und Verbraucherschutz
Der internationale Warenverkehr nahm im Jahr 2025 deutlich zu. Die Zollämter im Bezirk des Hauptzollamts Regensburg fertigten insgesamt rund 11,5 Millionen Warenpositionen ab – rund 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht durchschnittlich mehr als 31.000 Warenpositionen pro Tag. Davon entfielen rund 652.000 auf Einfuhrsendungen und knapp 10,9 Millionen auf Ausfuhrsendungen. Der Zoll trägt zudem zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher bei. Im Rahmen der Warenkontrollen überwachen die Beschäftigten unter anderem die Einfuhr verbotener Arzneimittel, gefälschter Markenprodukte, unsicherer Waren sowie verbotener Waffen und anderer gefährlicher Gegenstände.
Kontrollen und Sicherstellungen
Die Kontrolleinheiten Verkehrswege des Hauptzollamts Regensburg führten im Jahr 2025 mehr als 42.000 Objektkontrollen sowie rund 68.600 Personenkontrollen durch. Dabei wurden insgesamt 1.859 Strafverfahren eingeleitet und 59 Personen festgenommen. Im Bereich der Rauschgiftbekämpfung konnten unter anderem sichergestellt werden: – rund 797 Kilogramm Marihuana, – rund 28 Kilogramm Amphetamin, – rund 3,5 Kilogramm Kokain sowie – rund 259 Gramm Methamphetamin. Darüber hinaus beschlagnahmte der Zoll mehr als 3,2 Millionen Zigaretten.
Im Bereich der Waffenaufgriffe stellte der Zoll 78 Kriegswaffen beziehungsweise Teile von Kriegswaffen sowie 230 verbotene Gegenstände und Waffen sicher. Im grenzüberschreitenden Barmittelverkehr wurden Zahlungsmittel im Wert von rund 158.000 Euro sichergestellt.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Regensburg setzte ihre intensive Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung auch im Jahr 2025 fort. Die Einsatzkräfte führten 746 Arbeitgeberprüfungen sowie rund 7.900 Personenprüfungen durch. Insgesamt wurden 1.319 Strafverfahren sowie 1.066 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen.
Die Schadenssumme im Rahmen der erledigten straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf rund 19,2 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro. Davon entfielen rund 18,7 Millionen Euro auf Strafverfahren.
Die Gerichte verhängten Geldstrafen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro sowie Freiheitsstrafen von insgesamt 27 Jahren. Zusätzlich wurden Bußgelder in Höhe von rund 897.000 Euro festgesetzt. Die Jahresbilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit wurde bereits gesondert veröffentlicht.
Vollstreckung
Im Jahr 2025 bearbeitete das Hauptzollamt Regensburg insgesamt rund 284.000 Vollstreckungsfälle. Dabei konnten offene Forderungen in Höhe von rund 109,9 Millionen Euro beigetrieben werden. Neben Forderungen der Zollverwaltung vollstreckt der Zoll auch öffentlich-rechtliche Forderungen anderer Behörden und Sozialversicherungsträger.
Personal
Beim Hauptzollamt Regensburg waren im Jahr 2025 insgesamt 893 Beschäftigte tätig, darunter 60 Nachwuchskräfte. „Die Aufgabenvielfalt beim Zoll ist außergewöhnlich. Unsere Beschäftigten leisten täglich einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Bevölkerung, für faire Wettbewerbsbedingungen und für die Finanzierung unseres Gemeinwesens“, so René Matschke weiter.
Karrieremöglichkeiten beim Zoll
Der Zoll bietet vielfältige und krisensichere Karrieremöglichkeiten in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen. Informationen zu Ausbildung, dualem Studium und Einstiegsmöglichkeiten beim Zoll finden Interessierte unter www.zoll-karriere.de.
Bundesweite Ergebnisse des Zolls
Einen Überblick über die bundesweiten Ergebnisse des Zolls im Jahr 2025 bietet zudem die Jahresbilanz der Generalzolldirektion. Weitere Informationen hierzu sind auf folgender Internetseite abrufbar: https://www.zoll.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Jahresbilanzen/2026/z88_zoll_jahrespressekonferenz_25.html
Zusatzinformation: Bezirk des Hauptzollamts Regensburg und Zoll-Standorte
Zum Hauptzollamt Regensburg gehören Dienststellen in Regensburg, Amberg, Furth im Wald, Waidhaus, Weiden i.d.OPf., Marktredwitz, Selb und Hof. Der Bezirk des Hauptzollamts Regensburg umfasst die gesamte Oberpfalz, Teile Oberfrankens sowie einzelne Landkreise in Niederbayern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen niedriger. Im Jahr 2023 wurden in Bayern insgesamt 50.746 Fälle registriert, wobei 46.959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 40.924, wobei 35.301 männliche Verdächtige und 5.623 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen lag bei 15.083. Im Jahr 2022 wurden 50.012 Fälle in Bayern registriert, wobei 46.698 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 41.572, darunter 35.704 männliche Verdächtige und 5.868 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen belief sich auf 13.630. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73.917 Fälle von Drogen registriert.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








