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Landshut: Organisierte Schleuserkriminalität aufgedeckt

Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser fest. Umfangreiche Ermittlungen führen zur Festnahme von zwei syrischen Staatsangehörigen, die Mitglieder einer international agierenden Schleuserorganisation sein sollen.

Foto: Depositphotos

München (ost)

Im Namen der Staatsanwaltschaft Landshut haben Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München einen Schlag gegen die organisierte Schleuserkriminalität ausgeführt.

Nach ausführlichen und grenzüberschreitenden Ermittlungen wurden am 20. Mai 2026 zwei syrische Staatsbürger von Einsatzkräften festgenommen. Beide werden verdächtigt, Mitglieder einer international tätigen Schleuserorganisation zu sein. Es handelt sich um Familienmitglieder, die über Jahre hinweg die gewerbsmäßige Schleusung hauptsächlich syrischer Staatsbürger von der Türkei nach Deutschland organisiert haben und dabei erhebliche Gewinne erzielt haben sollen.

Die Gruppe betrieb Unterkünfte in der Türkei, Bulgarien und Rumänien, die als Zwischenstationen für die geschleusten Personen dienten.

Laut aktuellen Ermittlungen wurden gezielt Lastwagenfahrer angeworben, um die Schleusungen durchzuführen. Diese transportierten die Schleusungswilligen über mehrere Tage auf ihren Ladeflächen zwischen ihrer regulären Fracht nach Deutschland. Mehrere Geschleuste berichteten von teilweise lebensgefährlichen Transportbedingungen und Verletzungen während der Fahrt.

In einem Fall wurden 17 Personen in einem Kühl-LKW befördert und konnten nur durch einen anonymen Hinweis rechtzeitig vor dem Erstickungstod gerettet werden.

Bisher wurden mehrere hundert Geschleuste identifiziert, die jeweils bis zu 15.000 EUR für ihre Schleusung an die Gruppe zahlten.

Der Erfolg der Ermittlungen verdeutlicht die große Bedeutung umfangreicher und grenzüberschreitender Ermittlungen im Kampf gegen organisierte Schleuserkriminalität.

Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt zwei Haftbefehle vollstreckt. Zudem durchsuchten die Einsatzkräfte drei Objekte in Altdorf in Bayern sowie in Herne und Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Presseportal

nf24