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Nürnberg: Totschlag am Nelson-Mandela-Platz

Eine tätliche Auseinandersetzung am Nürnberger Hauptbahnhof eskaliert, zwei Männer wurden verletzt. Die Kriminalpolizei sucht dringend Zeugen.

Foto: Depositphotos

Nürnberg (ost)

Schon am Sonntagabend (22.03.2026) kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen am Südausgang des Nürnberger Hauptbahnhofs und auf dem Nelson-Mandela-Platz. Aufgrund von Kopftritten wurden zwei Männer verletzt, weshalb die Nürnberger Kriminalpolizei nun wegen versuchten Totschlags ermittelt und nach Zeugen sucht.

Am Sonntagabend (22.03.2026) gab es am Südausgang des Nürnberger Hauptbahnhofs eine Auseinandersetzung zwischen einer größeren Gruppe von Personen, die sich dann auf den Nelson-Mandela-Platz verlagerte. Während des Streits trat ein 23-jähriger syrischer Mann einem 16-jährigen syrischen Opfer im Stehen mit dem Fuß gegen den Kopf. Ein weiteres 18-jähriges syrisches Opfer, das bereits am Boden lag, wurde ebenfalls mehrmals gegen den Kopf getreten.

Einige unbekannte Personen griffen ein, woraufhin der Täter sein Vorhaben aufgab und zu Fuß floh.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth betrachtet die Tat als versuchten Totschlag. Die weiteren Untersuchungen werden vom zuständigen Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei durchgeführt.

Die Ermittler bitten nun Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 / 2112 – 3333 zu melden. Insbesondere diejenigen, die durch ihr Eingreifen den Angriff beendeten, werden gebeten, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.

Verfasst von: Oliver Trebing / mc

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023

Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 420 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 im Jahr 2022 auf 405 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 relativ konstant. Davon waren 390 männlich und 58 weiblich, wobei 185 nicht-deutsche Verdächtige beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 403 420
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 405
Anzahl der Verdächtigen 449 448
Anzahl der männlichen Verdächtigen 370 390
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 79 58
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 185 185

Quelle: Bundeskriminalamt

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