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Bremerhaven: Ampelmast an der Grimsbystraße umgekippt

Hoher Sachschaden nach Ablenkung durch heruntergefallene Flasche. Polizei warnt vor Gefahren von Ablenkung im Fahrzeug.

Foto: Depositphotos

Bremerhaven (ost)

Ein erheblicher Sachschaden entstand bei einem Verkehrsunfall am Mittwochabend, dem 20. Mai, gegen 18 Uhr auf der Grimsbystraße in Bremerhaven. Ein VW-Bus mit vier Insassen war in Richtung Stadt unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen ließ der 27-jährige Fahrer eine Flasche fallen, was zu seiner Ablenkung führte. Dadurch geriet das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Laternenmast. Der Mast stürzte um und blieb beschädigt unter dem ebenfalls stark beschädigten VW-Bus liegen. Die Insassen blieben unverletzt und die Airbags wurden nicht ausgelöst. Das nicht mehr fahrtüchtige Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 45.000 Euro.

Es wird vor Ablenkung im Fahrzeug gewarnt: Selbst ein kurzer Griff zum Radio, zum Handy – oder in diesem Fall zur heruntergefallenen Flasche – kann gefährlich sein. Wenn eine fahrende Person bei 100 km/h nur eine Sekunde lang auf das Smartphone oder das Radio schaut, bedeutet das eine Blindfahrt von 28 Metern. Schon drei Sekunden lang das Navi im Stadtverkehr eingeschaltet zu haben, bedeuten bei 50 km/h bereits mehr als 40 Meter Fahrt, bei der Gefahren an jeder Ecke lauern können.

Die Gefahr durch Ablenkung wird oft unterschätzt. Die Unfallstatistiken des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Ablenkung im Jahr 2024 in 8.722 Fällen zu Unfällen mit Personenschäden führte. In 1.041 Fällen wurden dabei elektronische Geräte verwendet. Insgesamt wurden 106 Menschen bei Ablenkungsunfällen getötet.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.runter-vom-gas.de

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 20878 Verkehrsunfälle in Bremen. Davon waren 2922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0.72% der Gesamtunfälle aus, was 151 Unfällen entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle machten den größten Anteil aus mit 17387 Unfällen, was 83.28% entspricht. Bezogen auf die Ortslage, ereigneten sich 3220 Unfälle innerorts (15.42%), 73 außerorts (0.35%) und 237 auf Autobahnen (1.14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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