Ein Mann belästigte eine Zugbegleiterin während einer Fahrkartenkontrolle, flüchtete aber und wurde später festgenommen.
Bahnhof Hamburg-Harburg: Sexuelle Belästigung bei Fahrkartenkontrolle

Hamburg (ost)
Nach den aktuellen Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Hamburg hat am 18.05.2026 gegen 18:06 Uhr ein 32-jähriger Mann in einem fahrenden Fernverkehrszug auf der Strecke Hannover Hauptbahnhof – Hamburg-Harburg eine 30-jährige Zugbegleiterin bei einer Fahrkartenkontrolle sexuell belästigt, indem er sie mehrmals gegen ihren Willen umarmte und im Gesicht küsste.
Die Bundespolizei wurde gerufen, als der Zug im Bahnhof Hamburg-Harburg anhielt. Der 32-jährige konnte weder der Zugbegleiterin eine gültige Bahnfahrkarte noch Identitätspapiere vorzeigen.
Vor dem Eintreffen der Bundespolizei konnte der Verdächtige bei der Ankunft des Zuges auf Gleis 1 im Bahnhof Harburg im Zug und später über die Gleise 3, 4, 5 und 6 bei laufendem Bahnverkehr entkommen.
Nach Sichtung von Videomaterial erstellten die eingesetzten Bundespolizisten Fahndungsbilder des flüchtigen Verdächtigen.
Die Geschädigte bestätigte in einer erneuten Befragung, dass der Mann sie bei der Fahrkartenkontrolle gegen ihren Willen mehrmals umarmt und geküsst habe. Ihr wurde angeboten, dass der Polizeiliche Opferschutz der Bundespolizeiinspektion Hamburg sie später erneut kontaktieren könne.
Gegen 22:33 Uhr konnte die Bundespolizei den Verdächtigen bei einem gemeldeten Vorfall wiedererkennen und festnehmen, da er ohne gültige Bahnfahrkarte und Identitätspapiere mit einem Fernverkehrszug vom Hamburger Hauptbahnhof zum Bahnhof Harburg gefahren war. Der deutsche Staatsbürger wurde zum Bundespolizeirevier Harburg gebracht. Der Mann verweigerte jegliche Aussage zu den Vorwürfen und hatte bei einem durchgeführten Atemalkoholtest einen Promillewert von 0,0. Der Beschuldigte musste nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung mit einem Platzverweis entlassen werden.
Es wurden entsprechende Strafverfahren (sexuelle Belästigung und zweimal Leistungsbetrug) eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg durchgeführt.
WL
Quelle: Presseportal







