Die Kasseler Nordstadt und der Stadtteil Fasanenhof wurden von nächtlichen Einbrüchen in drei Kitas heimgesucht. Die Täter verursachten Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro und die Kasseler Kripo bittet um Hinweise.
Einbrüche in Kitas: Zeugen gesucht

Kassel (ost)
Kassel-Nord und Fasanenhof:
Die Erzieherinnen von drei Kindertagesstätten in der Kasseler Nordstadt und dem Stadtteil Fasanenhof wurden am heutigen Donnerstagmorgen mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert. Möglicherweise handelte es sich um die gleichen Täter, die in der Nacht in die Einrichtungen eingebrochen waren und dabei fast ohne Beute davongekommen waren. Stattdessen verursachten sie Schäden an Türen, Fenstern und Schränken in Höhe von mehreren Tausend Euro. Die Kasseler Kripo bittet um Zeugenhinweise, falls jemand Verdächtiges in der Nähe der Kitas beobachtet hat und Informationen über die Täter liefern kann.
Die Täter gingen in allen drei Fällen äußerst gewaltsam vor, wie die Beamten des Kriminaldauerdienstes berichten, die mit der Spurensicherung und Anzeigenaufnahme beauftragt waren. In der Kita in der Unteren Königsstraße, in der Nähe des Holländischen Platzes, zertrümmerten die Einbrecher eine Scheibe, um sich Zugang zu verschaffen. Es scheint, dass sie dort keine Beute gemacht haben. Ebenso leer gingen die Täter in der Hildebrandstraße aus, wo sie einen Gullideckel benutzten, um ein Fenster zu zerstören und in das Gebäude einzudringen. Der dritte Vorfall ereignete sich nur etwa einen Kilometer vom zweiten Tatort in der Grillparzerstraße entfernt. Dort durchsuchten die Täter alle Räume des Kindergartens nach Wertgegenständen und versuchten sogar, die Tür zur angrenzenden Kirche aufzubrechen. Dies gelang jedoch nicht. Mit einem gestohlenen Lautsprecher machten sich die Einbrecher schließlich aus dem Staub.
Der genaue Zeitpunkt der Einbrüche, die heute gegen 7 Uhr entdeckt wurden, ist bisher unbekannt. Zeugenhinweise werden unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen entgegengenommen.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, wobei 723 davon gelöst wurden. Es gab insgesamt 569 Verdächtige, darunter 498 Männer und 71 Frauen. 275 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Einbrüche auf 5206 Fälle, wobei 840 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 598, darunter 511 Männer und 87 Frauen. 270 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt








