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Kassel: Dealer versteckt Kokain im Wasserspender

Mutmaßlicher Drogenhändler festgenommen, Haftrichter entscheidet über Untersuchungshaft. Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Gemeinsame Bekanntgabe von Staatsanwaltschaft Kassel und Polizeipräsidium Nordhessen

Kassel-Nord:

Die Ermittler der OE City der Polizei Kassel haben gestern in einem Verfahren wegen Drogenhandels eine Wohnung in der Nordstadt von Kassel durchsucht. Dabei wurde Kokain im Wert von etwa 6.000 Euro und über 8.500 Euro mutmaßliches Drogengeld sichergestellt, das in einem Wasserspender versteckt war. Der 30-jährige Hauptverdächtige wurde festgenommen und soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Drogenfahnder waren durch einen Drogenfund in einem anderen Verfahren auf die Spur des 30-jährigen Mannes gekommen. Der syrische Staatsbürger hat keinen festen Wohnsitz, steht jedoch im Verdacht, einen florierenden Drogenhandel unter anderem aus der Wohnung einer 34-jährigen Frau in der Nordstadt zu betreiben. Nachdem sich dieser Verdacht in den letzten Wochen durch operative Maßnahmen weiter erhärtet hatte, erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel einen Durchsuchungsbeschluss. Dieser wurde gestern Mittag von den Ermittlern der OE City vollstreckt, unterstützt von Beamten des Hessischen Polizeipräsidiums für Einsatz, Direktion Nord und einem Diensthundführer. Im Wasserspender fanden die Drogenfahnder das verkaufsfertig verpackte Kokain und das Bargeld. Dies wurde ebenso sichergestellt wie verschiedene Utensilien für den Drogenhandel, Mobiltelefone sowie ein Messer, ein Baseballschläger und ein Tierabwehrspray. Der 30-Jährige wird heute einem Haftrichter vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Die 34-jährige Wohnungsinhaberin wurde ebenfalls festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen jedoch wieder freigelassen, da keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen dauern an.

Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021

Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2653

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 19168, wobei 17079 männliche und 2089 weibliche Verdächtige waren. 6494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26518, wovon 23101 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu konstant, wobei 17106 männliche und 2027 weibliche Verdächtige waren. 7004 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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