Eine Seniorin wurde von falschen Polizeibeamten um Bargeld betrogen. Die Kriminalpolizei Fulda bittet um Zeugenhinweise.
Trickbetrug in Fulda

Fulda (ost)
Fulda. Am Dienstag (08.07.) fiel eine ältere Dame im nördlichen Landkreis Fulda dreisten Betrügern zum Opfer. Unter dem Vorwand eines Schockanrufs – bei dem sie vorgaben, Polizeibeamte zu sein – brachten sie die Frau um eine beträchtliche Menge Bargeld.
Die Dame erhielt am Dienstagmittag einen Anruf von einer anonymen Nummer auf ihrem Festnetzanschluss. Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgab, behauptete, dass die Schwester der Angerufenen in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Dabei sei eine schwangere Frau ums Leben gekommen – das ungeborene Kind konnte gerettet werden. Um eine Verhaftung zu vermeiden, sollte das Opfer eine hohe Geldsumme zahlen. Daraufhin begab sie sich in eine Bankfiliale, um das Geld zu besorgen, und übergab gegen 16 Uhr in der Königstraße in Fulda mehrere zehntausend Euro an eine unbekannte Frau, die wie folgt beschrieben werden kann: weiblich, etwa 30 Jahre alt, mitteleuropäisches Aussehen, blonde lange Haare bis zur Mitte des Rückens, helle Oberbekleidung und helle Hose.
Die Kriminalpolizei Fulda bittet nun um Zeugenaussagen aus der Bevölkerung. Wer hat am Nachmittag in der Königstraße in Fulda oder den umliegenden Straßen verdächtige Beobachtungen gemacht – möglicherweise auffällige Personen am Telefon oder wartende Fahrzeuge? Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter der Telefonnummer 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Es kann jeden treffen
Wer denkt, dass ihm das definitiv nicht passieren könnte, liegt falsch: Das Vorgehen der Täter – wie die kriminalistische Erfahrung zeigt – ist äußerst perfide, sehr gut inszeniert und vorbereitet und passt oft zur Lebenssituation der Opfer oder wird dieser angepasst.
Die Betrüger gehen im Gespräch äußerst geschickt vor und überreden ihre Opfer dazu, Wertgegenstände zu sammeln und an vereinbarten Orten abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird eindringlich vermittelt, dass dies die einzige Möglichkeit sei, einer Verhaftung zu entgehen. Bei dieser Masche ist es auch nicht ausgeschlossen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen, zur Bank zu fahren, um Bargeld abzuheben.
Sobald die Werte verfügbar sind und ein Ablage- oder Übergabeort festgelegt wurde, erscheint ein Betrüger oder eine Betrügerin persönlich, um die Wertgegenstände abzuholen.
Ihre Polizei warnt:
Trickbetrug ist vielfältig.
Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Website https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional-Informiert/
(PB)
Quelle: Presseportal








