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Vogelsbergkreis: 78-Jähriger Opfer von Love-Scamming

Über Social Media wurde ein 78-jähriger Mann aus dem Vogelsbergkreis von einer unbekannten Frau um 23.000 Euro betrogen. Die perfide Masche des Love-Scammings führt zu hohem emotionalen Stress bei den Opfern.

Foto: unsplash

Vogelsbergkreis (ost)

Ein 78-jähriger Mann aus dem Vogelsbergkreis knüpfte über soziale Medien Kontakt zu einer ihm unbekannten Frau. Diese Frau versprach ihm über einen längeren Zeitraum eine gemeinsame Zukunft, jedoch kam es nie zu einem persönlichen Treffen. Der 78-Jährige überwies insgesamt 23.000 Euro an unbekannte Konten im Verlauf der vermeintlichen Beziehung. Als es weiterhin zu keinem persönlichen Treffen mit der vermeintlichen Geliebten kam, wurde ihm klar, dass er Opfer der hinterhältigen Masche Love-Scamming geworden war.

Die Strategie der vorgetäuschten Liebe

Besonders hinterhältig und mit hohem emotionalen Stress für die Opfer verbunden ist das Love- oder Romance-Scamming. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken suchen die Betrügerinnen und Betrüger potenzielle Opfer – mit dem alleinigen Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die Täuscher geben sich als attraktive Männer oder Frauen in jüngerem Alter aus und erwecken durch das Versenden von Bildern und Videos in ansprechender Kleidung – entweder leicht oder autoritär – bei ihren Opfern den Eindruck, es handle sich um eine real existierende Person. Doch die Person auf dem Bildmaterial ist definitiv nicht diejenige, die mit ihnen kommuniziert. Daher kommt es nie zu einem persönlichen Treffen.

Um Vertrauen aufzubauen, überhäufen die Betrügerinnen und Betrüger ihre Opfer frühzeitig und über einen langen Zeitraum mit Komplimenten und übertriebenen Liebesbekundungen. Oft dauern solche Phasen mehrere Wochen oder Monate an, bis schließlich finanzielle Notlagen vorgetäuscht werden und die Opfer um Überweisungen von Geldbeträgen gebeten werden. Viele Betroffene zahlen auch, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits emotional von ihrer Internet-Partnerin oder ihrem Internet-Partner abhängig sind.

Folgen wie sozialer Rückzug und Schamgefühl bieten Betrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, denn jeder kann Opfer werden. Zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren, wenn Sie Zweifel haben oder bereits auf einen Betrug hereingefallen sind. Die Polizei wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

So erkennen Sie Love-Scammer:

Haben Sie den Verdacht, Opfer geworden zu sein? Hier sind einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können:

Julissa Sauermann

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 auf 2828, wobei die meisten männlichen Verdächtigen waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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