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Rostock: Sicherer Schulweg im Fokus

Polizei zieht positive Bilanz eine Woche nach Schulbeginn. Verstärkte Kontrollen vor Schulen zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer.

Foto: unsplash

Neubrandenburg/Rostock (ost)

Am Montag letzter Woche begann für etwa 14.500 Mädchen und Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Lebensabschnitt. Neben dem Erlernen von Lesen, Schreiben oder Rechnen warten aber auch weitere Herausforderungen auf die kleinen ABC-Schützen. Dazu gehört nicht zuletzt die sichere Bewältigung ihres Schulweges. Gerade die Jüngsten benötigen eine besondere Rücksichtnahme von anderen Verkehrsteilnehmern.

Um den Erstklässlern und allen anderen Schülern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, setzt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im September ihren Fokus auf die Themen „Schulwegsicherung“ und „Überholen“. Seit Schulbeginn am Montag letzter Woche finden verstärkt Kontrollen vor Schulen im ganzen Land im Rahmen der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben!“ statt. Dadurch sollen auch die Fahrer für die besonderen Bedürfnisse der kleinen ABC-Schützen sensibilisiert werden.

Kinder können aufgrund ihres Alters und ihrer geringen Körpergröße bestimmte Gefahrensituationen noch nicht vollständig erkennen. Dazu gehört beispielsweise das sichere Abschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten. Zudem ist ihre Sicht durch geparkte Fahrzeuge und Hindernisse eingeschränkt. Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt Eltern von Schulkindern daher, den Schulweg mit ihren Kindern zu üben und auf mögliche Gefahrenquellen hinzuweisen. Auch das Tragen von heller und auffälliger Kleidung erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr und kann Unfälle vermeiden.

An den Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg wurden allein am ersten Schultag insgesamt etwa 1.000 Fahrzeuge kontrolliert. Erfreulicherweise wurden keine schwerwiegenden Verstöße festgestellt. In vielen verkehrsdidaktischen Gesprächen zeigte sich die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer verständnisvoll und einsichtig, sodass es in der Regel bei mündlichen Verwarnungen blieb. Nur vereinzelt wurden beispielsweise Gurtverstöße (3) und Handyverstöße (13) festgestellt und entsprechend geahndet.

Ein weiterer Schwerpunkt im September liegt auf der Einhaltung der Überholvorschriften – insbesondere im Bereich von Schulen. Bei den monatlichen Auftaktveranstaltungen wurden in diesem Bereich 21 Verstöße im Polizeipräsidium Neubrandenburg bzw. 5 Verstöße im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock festgehalten.

Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bedankt sich für das umsichtige Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und appelliert gleichzeitig, in den kommenden Wochen besonders im Bereich von Schulen weiterhin aufmerksam und verantwortungsbewusst zu handeln. Jeder Verkehrsteilnehmer kann so dazu beitragen, Gefahrensituationen und Unfälle zu vermeiden.

Die themenbezogenen Verkehrskontrollen mit den Schwerpunkten „Schulwegsicherung“ und „Überholen“ werden im gesamten Monat September fortgesetzt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022

Im Jahr 2022 gab es insgesamt 53.500 Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,3% der Gesamtzahl aus, was 1.233 Unfällen entspricht. 288 Unfälle, also 0,54%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 87,97% (47.066 Unfälle). Innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Insgesamt gab es 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 53.500
Unfälle mit Personenschaden 4.913
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.233
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 288
Übrige Sachschadensunfälle 47.066
Ortslage – innerorts 31.178
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 19.742
Ortslage – auf Autobahnen 2.580
Getötete 83
Schwerverletzte 1.266
Leichtverletzte 4.983

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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