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Braunschweig: Behördenübergreifende Verbundkontrollen in Göttingen

Neun Gewerbeobjekte überprüft, zwei mutmaßliche Betäubungsmittelhändler vorläufig festgenommen

Foto: Depositphotos

Göttingen (ost)

Göttingen, Stadtgebiet / Innenstadt

Dienstag, 19. Mai 2026, zwischen 14.00 und 22.00 Uhr

GÖTTINGEN (ab) – Im Rahmen einer weiteren behördenübergreifenden Verbundkontrolle haben Vertreterinnen und Vertreter des Finanzamtes Göttingen, des Hauptzollamtes Braunschweig, des Landkreises Göttingen, der Stadt Göttingen sowie Einsatzkräfte der Polizei am Dienstag (19.05.26) mehrere Gewerbebetriebe und angrenzende Bereiche im öffentlichen Raum kontrolliert.

Am Nachmittag überprüften die beteiligten Behörden insgesamt neun Gewerbeobjekte in der Göttinger Innenstadt. Im Mittelpunkt standen gewerbe-, steuer-, arbeits-, lebensmittel-, jugend- und ordnungsrechtliche Fragestellungen. Ergänzend wurden polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, darunter Personen- und Fahrradkontrollen, Maßnahmen im Zusammenhang mit der Betäubungsmittelkriminalität sowie Kontrollen innerhalb der Waffenverbotszone.

Bei den Gewerbekontrollen stellten die zuständigen Fachbehörden mehrere Verstöße fest. Unter anderem kam es zu lebensmittelrechtlichen Beanstandungen, Hinweisen an Gewerbetreibende, der Einleitung eines Strafverfahrens nach dem Lebensmittelrecht sowie mehrerer Steuerprüfverfahren durch das Finanzamt Göttingen. In einem weiteren Fall wurde ein datenschutzrechtlicher Verstoß festgestellt. Ob durch den Zoll weitere Verfahren eingeleitet werden, wird derzeit geprüft.

Parallel dazu führten Polizeikräfte lageangepasste Maßnahmen im öffentlichen Raum durch. Im Bereich Waageplatz beobachteten zivile Kräfte nach derzeitigen Erkenntnissen zwei mutmaßliche Verkäufe von Marihuana. In einem Fall soll auch ein 15-Jähriger Marihuana erworben haben. Zwei Tatverdächtige im Alter von 26 und 33 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Bei den anschließenden Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte unter anderem Marihuana, mehrere Tabletten sowie Bargeld. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen wurden beide Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Gemeinsam mit dem Stadtordnungsdienst der Stadt Göttingen wurden zudem Kontrollen innerhalb der Waffenverbotszone durchgeführt. Dabei wurden unter anderem ein Messer sowie eine geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden. Insgesamt sprachen die Einsatzkräfte 19 Platzverweise aus. Die kontrollierten Personen verhielten sich überwiegend kooperativ.

„Die Kontrolle zeigt, wie wichtig der regelmäßige Austausch und das abgestimmte Handeln der beteiligten Behörden sind. Jede Stelle bringt ihre eigene fachliche Zuständigkeit ein. Dadurch können Auffälligkeiten umfassender bewertet und notwendige Folgemaßnahmen zielgerichtet eingeleitet werden“, sagte Christian Schmetz, Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent der Stadt Göttingen.

Die erneute Verbundkontrolle wird von den Behörden als wichtiger Beitrag bewertet, um Zuständigkeiten zusammenzuführen, Erkenntnisse auszutauschen und festgestellte Verstöße jeweils in eigener Verantwortung weiterzuverfolgen. Auch künftig sollen gemeinsame Kontrollen dazu beitragen, geltende Vorschriften zu überprüfen, erkannte Verstöße konsequent zu verfolgen und das Sicherheitsgefühl in der Göttinger Innenstadt weiter zu stärken.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung, wobei im Jahr 2022 35970 Fälle registriert wurden und im Jahr 2023 36058 Fälle. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant bei 33839 im Jahr 2022 und 33800 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 30300 im Jahr 2022 auf 29653 im Jahr 2023 zurück. Von den Verdächtigen waren 26376 männlich und 3924 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 25755 männliche und 3898 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7947 im Jahr 2022 auf 8584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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