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Aachen: Verdacht Drogenhandel – Zwei Männer festgenommen

Mehrmonatige Ermittlungen führten zur Festnahme von vier mutmaßlichen Drogenhändlern. Haftbefehle lagen bereits vor.

Foto: Depositphotos

Bonn (ost)

Langwierige Untersuchungen des Kriminalkommissariats 25 der Bonner Polizei, das für die Aufklärung von Rauschgiftdelikten zuständig ist, führten am Dienstag (19.05.2026) in Zusammenarbeit mit der Polizei Aachen zur Verhaftung von vier mutmaßlichen Drogenhändlern bzw. -kurieren (siehe auch unsere Meldung vom 19.05.2026, 16:45 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/6278073).

Erst gegen 13:20 Uhr kam es auf der Bonner Reuterstraße in der Nähe des Jagdwegs zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein 71-jähriger Drogenkurier von verdeckten Ermittlern der Polizei Aachen festgenommen wurde. Der Mann hatte etwa 600 Gramm Heroin von Aachen nach Bonn gebracht.

Gegen 15:25 Uhr konnte dann der 34-jährige vermeintliche Empfänger der Drogenlieferung von Spezialeinheiten am Rheinweg/Franz-Bücheler-Straße festgenommen werden. Für beide lagen bereits Haftbefehle vor, die im Rahmen der vorangegangenen Ermittlungen wegen des Verdachts des ständigen und gewerbsmäßigen Handels mit Heroin in nicht unerheblichen Mengen erwirkt wurden. Umfangreiche verdeckte Maßnahmen hatten zur Identifizierung der Verdächtigen geführt.

Nach den beiden Festnahmen durchsuchten die Einsatzkräfte fünf Objekte in Bonn, Niederkassel und Aachen. In der Wohnung des 71-Jährigen in Aachen konnten etwa 1,5 Kilogramm Heroin und ungefähr 25.000,- Euro Bargeld sichergestellt werden.

Bei der Durchsuchung der Wohnung der Eltern des 34-Jährigen in Bonn wurden etwa 400 Gramm Heroin und 5.000,- Euro Bargeld gefunden. Der Vater des Mannes (65) und ein weiterer mutmaßlicher Komplize (21) wurden daraufhin vorläufig festgenommen. Sie sollen ebenso wie die beiden Hauptverdächtigen (34, 71) am heutigen Mittwoch (20.05.2026) einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Ermittlungen gegen alle Beschuldigten dauern weiter an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, wobei 2023 57879 Verdächtige gezählt wurden. Unter den Verdächtigen waren 2022 49610 Männer und 6757 Frauen, während es 2023 51099 Männer und 6780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Nordrhein-Westfalen bleibt weiterhin die Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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