Die Polizei in Dortmund intervenierte nach einem E-Junioren-Spiel in der Kreisliga aufgrund von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Spielern.
Aplerbeck: Polizeieinsatz nach E-Jugend-Spiel
Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 0317
Die Polizei in Dortmund betont die Vorbildfunktion von Erwachsenen für Kinder und Jugendliche im Vereinssport, insbesondere beim Fußball.
Der aktuelle Anlass hierfür war ein Vorfall der Polizei am Mittwoch (2.4.2025) im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck nach einem E-Junioren-Spiel in der Kreisliga auf einem Sportplatz an der Schweizer Allee. E-Junioren sind zehn Jahre alt.
Es wurde kein offizieller Schiedsrichter für das Spiel bestellt. Beide Vereine einigten sich darauf, dass ein Betreuer das Spiel leitet. Während des Spiels äußerten Zuschauer immer wieder ihre Unzufriedenheit über die Entscheidungen des Schiedsrichters. Nach dem Spiel liefen mehrere Eltern auf den Platz, um mit ihm zu diskutieren. Zeugen beschrieben die Situation als angespannt.
Kurz darauf, gegen 18.30 Uhr, gerieten Eltern beider Vereine erneut aneinander in der Zufahrt zum Sportplatz. Zunächst nur verbale Streitigkeiten, aber in Anwesenheit der jungen Fußballspieler. Ein Zeuge informierte die Polizei über einen Streit zwischen 30 bis 40 Personen in einer aufgeheizten Atmosphäre.
Während die ersten Einsatzkräfte die Lage überprüften, gerieten zwei Männer in Streit. Sie standen dicht beieinander und schrien sich an. Ein 43-jähriger Mann schlug den 34-jährigen Mann mit der Faust. Polizeibeamte trennten die Männer und fesselten den 43-Jährigen vorübergehend, bis er sich beruhigte und Unterstützung eintraf. Der 34-Jährige wird verdächtigt, eine Bedrohung ausgesprochen zu haben.
Die Kriminalpolizei ermittelt in diesen beiden Fällen sowie in einem weiteren Fall einer mutmaßlichen Bedrohung durch einen Zeugen (23).
Die Polizei betont: Kinder und Jugendliche lernen über den sportlichen Wettbewerb im Verein Regeln und übernehmen Verantwortung. Regeln und Verantwortung sind wichtig für das Zusammenleben – in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr und im sportlichen Wettbewerb. Schiedsrichter treffen Entscheidungen für einen geordneten Spielbetrieb. Auf ihre Entscheidungen aggressiv zu reagieren und auf sie zuzugehen, verstößt gegen die Regeln der Dortmunder Sportvereine und der Platzregeln.
Trotz aller Emotionen und Konkurrenz im Sport: Meinungsverschiedenheiten auf dem Platz oder davor mit Bedrohungen und Schlägen eskalieren zu lassen, liegt nicht im Interesse des Sports. Das oben beschriebene Verhalten führte zu einem Einsatz mehrerer Streifenwagen und zu Ermittlungen der Kriminalpolizei.
Die Frage, ob dieses „Spielergebnis“ im Interesse der jungen Spieler liegt und ob sie unter diesen Umständen noch Spaß am Sport haben, ist nicht Gegenstand der Ermittlungen.
Quelle: Presseportal