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Düsseldorf: Durchsuchungen wegen mutmaßlichen Betrugs in Millionenhöhe

Die Kriminalpolizei Köln hat in Düsseldorf und Gelsenkirchen Durchsuchungen im Millionenbetrug durchgeführt. Der Hauptbeschuldigte wurde festgenommen und es entstand ein Schaden von 2,8 Millionen Euro.

Foto: Depositphotos

Köln (ost)

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln (Abteilung Wirtschaftskriminalität) hat die Kriminalpolizei Köln (KK 31) am frühen Mittwochmorgen (01.04.) zehn richterliche Durchsuchungsbeschlüsse im Großraum Düsseldorf sowie in Gelsenkirchen vollstreckt. Der Hauptbeschuldigte einer international tätigen, aus Osteuropa stammenden Gruppierung konnte an seiner Privatanschrift in Düsseldorf angetroffen und festgenommen werden.

Ein 42-jähriger bulgarischer Staatsbürger wird beschuldigt, seit 2020 mit anderen mutmaßlichen Mittätern ein komplexes Netzwerk von sogenannten „Scheinfirmen“ aufgebaut zu haben. Unter Verwendung dieser Firmen soll er Scheinrechnungen erstellt oder genutzt haben, um unter anderem Schwarzgeld zu generieren. Er soll auch betrügerische Bestellungen von Leasingfahrzeugen, Baumaterialien, Metallen, Baumaschinen und Elektronikartikeln veranlasst haben. Die erlangten Waren sollen dann in Deutschland an Dritte verkauft oder ins Ausland gebracht worden sein, um sie dort illegal weiterzuverkaufen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Vorwurf des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, der Unterschlagung, der Schwarzarbeit und der Geldwäsche. Der bisher nicht genau bezifferte Schaden aus den bundesweit begangenen Betrugstaten beläuft sich auf etwa 2,5 Millionen Euro. Der öffentlichen Hand entstand ein geschätzter Schaden von etwa 2,8 Millionen Euro. Parallel zu den Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen wurden drei Durchsuchungsbeschlüsse in Bulgarien vollstreckt, um weitere Beschuldigte zu finden und festzunehmen.

Der Aktion gingen umfangreiche verdeckte Ermittlungen voraus, die seit 2023 unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Köln in einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Kriminalpolizei Köln und Hauptzollamt Köln – Finanzkontrolle Schwarzarbeit – durchgeführt wurden. Die Ermittlungen, die sich insgesamt gegen 25 Personen richten, sind noch im Gange.

Medienanfragen werden nur vom Staatsanwalt Sinan Sengöz unter der Telefonnummer 0221 477 4552 oder per E-Mail unter pressestelle@sta-koeln.nrw.de beantwortet. (cb)

Quelle: Presseportal

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