Ein Täter missbraucht die Personaldaten einer Bielefelderin, um Kreditkarten zu beantragen. Die Polizei warnt vor leichtfertigem Umgang mit persönlichen Daten.
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Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- Stadtgebiet- Seit dem 03.05.2026 nutzt ein Krimineller die persönlichen Daten einer Einwohnerin aus Bielefeld, um in ihrem Namen Kreditkarten bei verschiedenen Banken zu erhalten und zu verwenden.
Ein 19-jähriges Mädchen aus Bielefeld wurde über einen kostenlosen Instant-Messaging-Dienst für Mobilgeräte gegen 19:30 Uhr kontaktiert. Der Unbekannte forderte sie auf, ein Bild ihres Personalausweises zu schicken. Als Belohnung würden ihr 5000 Euro überwiesen werden. Das Mädchen stimmte zu und schickte über den Instant-Messaging-Dienst ein Foto ihres Ausweises.
In den nächsten Tagen erhielt das Mädchen aus Bielefeld viele Briefe von einer Bank. Mit Hilfe ihres Personalausweises hatten Unbekannte mehrere Kreditkarten beantragt und verwendet, was bereits zu einem Schaden von mehreren tausend Euro geführt hat. Nachdem das Mädchen die Karten sperren ließ, beantragten die Täter bei anderen Banken neue Kreditkarten mit ihrem Personalausweis.
Die Polizei mahnt: Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Ihren Daten! Geben Sie nur dann Daten preis, wenn es unbedingt erforderlich ist. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen viel Geld für ein Foto Ihres Ausweises versprochen wird.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Trotzdem stieg die Anzahl der gelösten Fälle von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die meisten davon männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt







