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Hochsauerlandkreis: Transporteraufbrüche in Essen zerschlagen

Die Ermittlungskommission „Astra“ zerschlägt mutmaßliche Tätergruppierung nach Serie von Diebstählen. Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft Münster. Untersuchungshaftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Foto: unsplash

Kreis Borken (ost)

Der Ermittlungskommission (EK) „Astra“ der Kreispolizeibehörde Borken gelang gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Münster ein Ermittlungserfolg gegen eine mutmaßlich organisierte Tätergruppierung aus Essen. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, sich auf den bandenmäßigen schweren Diebstahl von Werkzeugen und Arbeitsmaschinen aus Firmenfahrzeugen spezialisiert zu haben.

Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats 21 richten sich gegen insgesamt 15 Tatverdächtige. Nach bisherigen Erkenntnissen gingen die Täter arbeitsteilig und professionell organisiert vor. Die gestohlenen Werkzeuge setzten sie über namentlich bekannte Hehler aus dem Hochsauerlandkreis ab. Darüber hinaus deckten die Ermittler Verbindungen zu einem weiteren Tatverdächtigen aus Bad Grönenbach in Bayern auf. Die dortigen Maßnahmen übernahmen die bayerischen Polizeibehörden in eigener Zuständigkeit.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen erwirkten Polizei und Staatsanwaltschaft insgesamt neun Untersuchungshaftbefehle sowie 23 Durchsuchungsbeschlüsse. Im Rahmen einer eingerichteten Besonderen Aufbauorganisation (BAO) vollstreckten die Kreispolizeibehörde Borken mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei die Beschlüsse am vergangenen Donnerstag (07.05.2026) zeitgleich in Essen, Erwitte, Bestwig und Bad Grönenbach. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag im Raum Essen. Die Beamten durchsuchten sämtliche Objekte und vollstreckten zunächst vier der vorliegenden Untersuchungshaftbefehle. Darüber hinaus nahmen sie zwei weitere Personen in Brilon vorläufig fest.

Während der Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher. Dazu zählen unter anderem mehr als 30.000 Euro Bargeld, zahlreiche Werkzeuge und Arbeitsmaschinen, Mobiltelefone, Datenträger sowie mutmaßliche Tatbekleidung und Tatmittel. Außerdem fanden die Einsatzkräfte rund 79 Gramm der synthetischen Droge 3-CMC, eine erlaubnisfreie Waffe sowie einen Renault Kastenwagen, den sie ebenfalls sicherstellten. In dem Wagen befanden sich etliche Werkzeuge und Maschinen, deren Herkunft noch zu ermitteln ist. Im Rahmen der abschließenden Einsatzbilanz durchsuchten die Einsatzkräfte insgesamt 23 Objekte. Die vier aufgrund bestehender Untersuchungshaftbefehle festgenommenen Personen führten die Beamten am 07.05.2025 dem Ermittlungsrichter in Münster vor. Auch gegen die beiden in Brilon vorläufig festgenommenen mutmaßlichen Hehler ordnete der Ermittlungsrichter am 08.05.2025 Untersuchungshaft an. Drei weitere Tatverdächtige befanden sich bereits aufgrund anderer Sache in Haft. Die Ermittlungen zu den sichergestellten Gegenständen dauern an. Nach jetzigem Stand umfassen die Ermittlungen im Kreis Borken Fälle im zweistelligen Bereich, sowie außerhalb des Kreises in Nordrhein-Westfalen in ähnlicher Größenordnung. Die EK Astra führt die Ermittlungen zum Gesamttatkomplex fort.

Kriminaldirektorin Corinna Dimmers-Janning, Leiterin der Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde Borken, zeigte sich erfreut über den Ermittlungserfolg: „Dieser Einsatz verdeutlicht, mit welcher Konsequenz und Professionalität unsere Ermittlerinnen und Ermittler gegen organisierte Eigentumskriminalität vorgehen. Mit der Zerschlagung dieser Täterstruktur ist uns ein empfindlicher Schlag gegen eine professionell agierende Gruppierung gelungen.“ Auch der Leiter der EK Astra, Kriminalhauptkommissar Jan Wissing, zog eine positive Bilanz: „Die intensive Ermittlungsarbeit der vergangenen Monate und die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden haben maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Die vollstreckten Haftbefehle und die Vielzahl der sichergestellten Beweismittel bestätigen den hohen Ermittlungsdruck der EK Astra.“

Die Tatserie hatte in Unternehmerkreisen im Kreis Borken für Verunsicherung gesorgt. Die Polizei ist sich sicher, mit dem jetzigen Ermittlungserfolg das subjektive Sicherheitsempfinden wieder gestärkt zu haben. (pl)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg 2023 auf 57.879. Unter den Verdächtigen waren 49.610 Männer und 6.757 Frauen im Jahr 2022, während es 2023 51.099 Männer und 6.780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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