Ein 37-jähriger Mann wird beschuldigt, Fakeshops betrieben zu haben und illegal Millionen mit Kryptowährungen transferiert zu haben.
Köln: Mehrere Fakeshops im Internet, Durchsuchung bei Verdächtigem

Köln (ost)
Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Köln
Heute Morgen (20. Mai) haben Einsatzkräfte von Steuerfahndung und Polizei ein Wohnhaus in Rösrath und einen Friseursalon in Köln-Niehl durchsucht. Ein 37-jähriger Mann wird von der Staatsanwaltschaft wegen Warenbetrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche untersucht.
Im Zeitraum von 2021 bis 2025 soll der 37-Jährige mindestens vier Fakeshops im Internet betrieben haben, über die er Geld für Waren erhalten hat, die nie versandt wurden. Zudem hat er über Online-Stellenanzeigen vermeintlich lukrative Nebenjobs als App-Tester angeboten. Mindestens 380 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet sind den Ermittlungen zufolge auf das Jobangebot eingegangen, in der Annahme, Software zu testen. Sie eröffneten Bankkonten, über die der Beschuldigte die illegalen Millionengewinne seiner Fakeshops in Kryptowährungen überwiesen haben soll.
An den Durchsuchungen am Mittwoch waren speziell geschulte Finanzermittler der Polizei und Steuerfahndung beteiligt. Sie haben Beweismittel sichergestellt sowie Geld und Wertsachen beschlagnahmt. (ts/de)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt







