Schwerpunktkontrollen decken zahlreiche Verdachtsfälle auf, darunter Verstöße gegen Mindestlohn- und Sozialversicherungsvorschriften. Ermittlungen dauern an.
Krefeld, Mönchengladbach, Korschenbroich, Kempen, Neuss: Zoll Krefeld kontrolliert Kurier- und Paketbranche

Krefeld, Mönchengladbach, Korschenbroich, Kempen, Neuss (ost)
Am 6. Mai 2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld umfangreiche Schwerpunktkontrollen im Kurier-, Express- und Paketdienstleistungsgewerbe durch. Die Aktionen fanden an verschiedenen Kontrollstellen in Mönchengladbach, Viersen, Korschenbroich, Neuss und Kempen statt.
Während des Einsatzes prüften die Einsatzkräfte hauptsächlich die Arbeitsverhältnisse der Fahrerinnen und Fahrer. Der Zoll wurde von Kollegen der Bezirksregierung Düsseldorf und der Polizei Viersen unterstützt.
Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte an den Kontrollen beteiligt.
Während der Maßnahmen wurden insgesamt 23 Geschäftsunterlagenprüfungen durchgeführt und mehr als 200 Personen befragt.
Die Kontrollen führten zu insgesamt 45 Sachverhalten mit weiterem Prüfungsbedarf. Dabei ergaben sich unter anderem:
8 Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Verstößen gegen Mindestlohnvorschriften,
14 Verdachtsfälle wegen möglicher Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen,
3 Verdachtsfälle der illegalen Beschäftigung von Ausländern,
5 Verdachtsfälle wegen möglichen Leistungsmissbrauchs,
3 Verdachtsfälle von Scheinselbstständigkeit
Die weiteren Ermittlungen dauern an. Ob und in welchem Umfang Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet werden, ist Gegenstand der nun folgenden Prüfungen.
Zusatzinformation:
Die Kurier-, Express- und Paketdienstleistungsbranche steht weiterhin im Fokus der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Insbesondere komplexe Subunternehmerstrukturen und hoher Wettbewerbsdruck begünstigen Verstöße gegen arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften. Durch regelmäßige Schwerpunktprüfungen trägt der Zoll dazu bei, illegale Beschäftigung aufzudecken und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
Quelle: Presseportal








