Die Polizei und die Verkehrswacht setzen mit neuen Piktogrammen ein Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Ziel ist es, auf mögliche Gefahren hinzuweisen und die Vorsicht beim Überqueren von Straßen zu erhöhen.
Kreis Borken: Verkehrssicherheitsoffensive gestartet

Kreis (ost)
Kreis Borken – Die Polizei startet gemeinsam mit der Verkehrswacht Borken eine neue Präventionskampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. An besonders gefährlichen Querungsstellen werden künftig gut sichtbare Piktogramme mit dem Schriftzug „Warten = Leben“ aufgebracht.
Ziel der Aktion ist es, Verkehrsteilnehmende direkt vor Ort auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen und für mehr Vorsicht beim Überqueren von Straßen zu sensibilisieren.
Die Piktogramme werden in zwei Varianten eingesetzt:
An Ampelanlagen ergänzt ein rotes Ampelmännchen mit Herz den gelb markierten Schriftzug. Damit erinnert die Polizei daran, rote Ampeln zu beachten und Straßen erst bei Grün zu überqueren. Hintergrund der Maßnahme ist die hohe Zahl potentieller Gefahren an stark frequentierten Kreuzungen und Querungen: Wer bei Rot die Straße überquert, begibt sich in eine oft unübersichtliche Verkehrssituation mit Risiken aus mehreren Richtungen. Erst bei Grün besteht die größtmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
Eine zweite Variante ohne Ampelsymbol wird insbesondere an Querungen von Landstraßen aufgebracht – vor allem dort, wo Wirtschaftswege die Fahrbahn kreuzen. Anlass hierfür sind mehrere schwere Verkehrsunfälle im Kreis Borken, bei denen insbesondere Pedelec-Fahrende beim Überqueren von Landstraßen verletzt wurden oder ums Leben kamen.
Mit der klaren Botschaft „Warten = Leben“ möchten Polizei und die Kooperationspartner verdeutlichen: Wer sich einen Moment Zeit nimmt und aufmerksam am Straßenverkehr teilnimmt, kann das Risiko schwerer Verkehrsunfälle deutlich reduzieren.
Nach dem Auftakt in Ahaus sollen die Piktogramme künftig im gesamten Kreisgebiet eingesetzt werden.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, aufmerksam zu fahren, Verkehrsregeln einzuhalten und gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Leben zu schützen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 3.764, also 0,59%. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)







