Betrüger nutzen Foto und Namen eines echten Bekannten, um vierstelligen Geldbetrag zu erbeuten.
Senior aus Hagen um hohen Geldbetrag betrogen

Hagen (ost)
Mitte April gelang es Betrügern, einen hohen vierstelligen Geldbetrag zu erbeuten. Ein älterer Mann aus Hagen erhielt über mehrere Tage hinweg Textnachrichten von einer unbekannten Person über einen Messenger-Dienst, die vorgab, ein persönlicher Bekannter zu sein. Die Täter behaupteten, der Bekannte habe eine neue Mobilfunknummer und sei nur noch unter dieser erreichbar.
Um glaubwürdig zu wirken, nutzten die Betrüger den echten Namen des Bekannten sowie ein Profilbild aus dem Internet. Dadurch dachte der Hagener, er kommuniziere tatsächlich mit seinem Freund. Später baten die Täter unter einem Vorwand um finanzielle Unterstützung. Der Senior überwies daraufhin einen hohen vierstelligen Geldbetrag auf ein angegebenes Konto. Der Betrug wurde erst Wochen später entdeckt, als das Opfer den tatsächlichen Bekannten um Rückzahlung des Geldes bat, dieser jedoch keine neue Telefonnummer hatte und nie Geld gefordert hatte.
Die Kriminalpolizei in Hagen warnt eindringlich vor der abgewandelten Version des bekannten „Enkeltrick“- oder „Falscher Sohn/Falsche Tochter“-Betrugs über Messenger-Dienste.
Die Täter nutzen gezielt öffentlich zugängliche Informationen aus sozialen Netzwerken und dem Internet, um persönliche Beziehungen ihrer Opfer zu erschleichen. Oft reichen bereits öffentlich sichtbare Fotos, Kontaktinformationen oder Freundeslisten aus, um glaubhafte falsche Identitäten zu erstellen.
Um Betrugsversuchen vorzubeugen, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:
(arn)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








