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Siegen-Eisern: Verkehrskontrolle eskaliert, Mann bedroht Beamte mit Messer

Ein 36-jähriger Kleinkraftradfahrer ignorierte Beschilderung, griff Beamte mit Messer an. Zwei Beamte und eine Beamtin wurden verletzt.

Foto: unsplash

Siegen-Eisern (ost)

Am gestrigen Montagnachmittag (18. Mai) haben drei Polizeibeamte und eine Polizeibeamtin Verkehrskontrollen in der Rensbachstraße durchgeführt. Eine Kontrolle eines Kradfahrers eskalierte plötzlich , ein Messer war im Spiel. Am Ende landete der Mann in der Zelle und zwei Beamte und eine Beamtin waren verletzt.

Aufgrund einer Baustelle ist die Rensbachstraße derzeit durch das Schild „Verbot der Einfahrt“ in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Da bei der Polizei zahlreiche Beschwerden eingingen, dass die Beschilderung nicht beachtet würde, führten die Ordnungshüter bislang nahezu täglich Kontrollen vor Ort durch. So auch am gestern gegen 15:00 Uhr. Ein 36-jähriger Kleinkraftradfahrer ignorierte die Beschilderung und wurde daher durch die Kontrollkräfte angehalten. Der Mann reagierte sofort unwirsch und brüllte herum. Als die Ordnungshüter versuchten, ihn zu beruhigen, stieß er Drohungen wie „ich bomb euch alle weg, ich schieße dir in den Kopf und töte deine Familie“ aus. Die Beamten kündigten den Einsatz von Reizgas an. Plötzlich zückte der Mann ein Messer und bedrohte weiterhin verbal die Beamten. Den Einsatzkräften gelang es, den Mann zu überwältigen und ihn in Bodenlage zu bringen. Nach bisherigen Erkenntnissen schlug der 36-Jährige dabei um sich, ohne das Messer zu benutzen, und versuchte zudem, die Polizisten zu beißen. Letztlich konnte er gefesselt wer-den. Neben dem Klappmesser förderten die Beamte ein Messer mit 14 cm Klingenlänge aus dem Rucksack des Mannes. Hierbei handelt es sich um eine verbotene Waffe. Außerdem befanden sich Betäubungsmittel und entsprechende Utensilien in dem Rucksack. Bei dem tätlichen Angriff des 36-Jährigen verletzten sich zwei Beamte und eine Beamtin. Einer der Beamten war anschließend nicht mehr dienstfähig. Die Einsatzkräfte nahmen den Mann mit zur Polizeiwache Siegen. Da Hinweise darauf vorlagen, dass der 36-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, wurde durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen. Eine Überprüfung der mitgeführten Betäubungsmittel ergab, dass es sich nach ersten Informationen um erlaubnisfreie Cannabidiol-Produkte handeln dürfte. Aufgrund des aggressiven Verhaltens ordnete ein Richter die Ingewahrsamnahme des Mannes an. Gegen ihn wird nun wegen des tätlichen Angriffs, des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Verdachts des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss ermittelt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56367 im Jahr 2022 auf 57879 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich, 6757 weiblich und 16655 nicht-deutsch im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 männliche, 6780 weibliche und 18722 nicht-deutsche Verdächtige gab. Trotz des Anstiegs der Drogenraten in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region immer noch unter den meisten aufgezeichneten Fällen von Drogenkriminalität in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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