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Unna: Vorsicht vor falschen Polizeibeamten

Täter nutzen ständig neue Geschichten, um ältere Menschen zu betrügen. Die Polizei warnt vor Betrugsversuchen und gibt wichtige Verhaltenstipps.

Foto: Depositphotos

Kreis Unna (ost)

Seit Jahren beschäftigt die Polizei im Kreis Unna Straftaten gegen ältere Menschen. Häufig werden Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte gemeldet. Die Täter agieren äußerst professionell und passen ihre Geschichten an aktuelle Ereignisse und gesellschaftliche Themen an.

In den letzten Monaten wurden erneut zahlreiche Fälle im Kreisgebiet gemeldet, bei denen Anrufer sich als Polizeibeamte, Bankmitarbeiter oder medizinisches Personal ausgaben. Die Täter zielen fast immer darauf ab, ältere Menschen unter Druck zu setzen und sie zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder persönlichen Daten zu bewegen.

Die Vorgehensweise der Täter ist oft ähnlich: Die Angerufenen werden mit dramatischen Geschichten konfrontiert. Die Betrüger behaupten beispielsweise, dass Angehörige in einen schweren Unfall verwickelt waren, Einbrecher es auf das Vermögen der Opfer abgesehen haben oder Bankkonten betroffen sind. In anderen Fällen geben sich die Täter als Bank- oder Behördenmitarbeiter aus und fordern EC-Karten, PIN-Nummern oder Bargeld.

Es ist auch zu beobachten, dass Täter verstärkt auf gesundheitliche Themen und Ängste setzen. Schwere Krankheiten oder vermeintlich notwendige medizinische Maßnahmen werden vorgeschoben, um emotionalen Druck auszuüben. Manchmal wird behauptet, dass eine Behandlung nur fortgesetzt werden kann, wenn kurzfristig Geld gezahlt wird.

Die Täter handeln meist in Gruppen. Während die Anrufer die Opfer am Telefon unter Druck setzen, holen andere Tatbeteiligte später Bargeld oder Wertgegenstände persönlich ab. Die Opfer werden oft ausdrücklich angewiesen, mit niemandem über das Telefonat zu sprechen.

Die Polizei betont daher erneut:

Die echte Polizei fordert niemals Bargeld oder Schmuck zur „Sicherung“ an. Polizeibeamte fragen am Telefon niemals nach Vermögenswerten oder Kontodaten. Banken verlangen niemals telefonisch die Herausgabe von PIN-Nummern oder EC-Karten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Verständigen Sie im Zweifel Angehörige oder wählen Sie selbstständig den Polizeinotruf 110.

Es ist besonders wichtig, ältere Familienmitglieder regelmäßig über diese Betrugsmaschen zu informieren. Aufklärung und offene Gespräche innerhalb der Familie können entscheidend dazu beitragen, Straftaten gegen ältere Menschen zu verhindern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Kreispolizeibehörde Unna und bei der Kriminalprävention unter 02303 – 921 – 4310

Quelle: Presseportal

nf24