Ein 18-jähriger Schwede steht vor Gericht, da er im Zusammenhang mit einem geplanten Auftragsmord auf ein Kölner Hells-Angels-Mitglied angeheuert wurde. Er wurde festgenommen, bevor die Tat ausgeführt werden konnte.
Prozess gegen 18-Jährigen wegen Auftragsmord auf Kölner Rocker

Ein 18-jähriger Schwede steht seit kurzem vor dem Landgericht Köln, da er möglicherweise in einen geplanten Auftragsmord verwickelt ist. Der Prozess begann am Mittwoch und bezieht sich auf einen Vorfall, der sich am 22. Dezember 2025 ereignete, als ein Mitglied der Hells Angels in Köln mit einer Maschinenpistole angeschossen wurde.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Täter mindestens sechs Schüsse abfeuerte, die das Hells-Angels-Mitglied Orhan A. schwer verletzten. Die Spur der Ermittler führte nach Schweden, wo im Februar ein Verdächtiger festgenommen wurde. Dieser befindet sich derzeit in Auslieferungshaft und wartet auf eine mögliche Anklage. Der Fall wird von der Kölner Staatsanwaltschaft bearbeitet.
Der 18-Jährige, der im Zusammenhang mit den Schüssen vor Gericht steht, soll vor dem eigentlichen Schützen für die Tat beauftragt worden sein. Er wurde jedoch vor der Ausführung des Plans festgenommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte über soziale Medien von Unbekannten angeworben wurde und sich bereit erklärte, einen Mord zu begehen.
Jugendlicher aus Schweden vor Gericht
Der Angeklagte war zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt, weshalb das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Ihm wird vorgeworfen, sich zur Begehung eines Mordes bereit erklärt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft nach Jugendstrafrecht.
Die Ermittler sprechen von einem Phänomen, das als „Crime as a Service“ bezeichnet wird, bei dem Jugendliche gegen Bezahlung zu Straftaten angestiftet werden. Ähnliche Methoden wurden bereits in anderen Fällen, wie den Explosionen im Kölner Drogenkrieg, beobachtet.
Vorbereitungen für den Mordversuch
Der 17-Jährige soll im September 2025 nach Köln gereist sein, um Orhan A. zu töten. In mehreren Fällen begab er sich zur Wohnung des Rockers, der jedoch nicht anwesend war. Die schwedischen Behörden informierten ihre deutschen Kollegen über den Verdächtigen, was zu seiner Festnahme in einer Mietwohnung führte. Bei dieser Gelegenheit fanden die Ermittler eine halbautomatische Waffe, Munition und eine Silikonmaske.
Hintergründe der Tat
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Hintergründe des Anschlags im Rockermilieu liegen. Die mutmaßlichen Auftraggeber sollen drei Männer aus der Türkei sein, während ein Vermittler in Schweden den Kontakt zum Angeklagten hergestellt haben soll. Laut Anklage kam es jedoch nicht zu einem Mordversuch.
Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt, und ein Urteil wird bis spätestens Juni erwartet.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








