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Ludwigshafen am Rhein: Falscher Bankmitarbeiter am Telefon

Ein Senior aus Speyer wurde von einem angeblichen Bankmitarbeiter kontaktiert, der mehrere Überweisungen auslöste. Nach Aufklärung durch die Commerzbank wurde sein Konto gesperrt.

Foto: unsplash

Speyer (ost)

Am 15. Mai 2026, gegen 17:00 Uhr, wurde ein älterer Herr aus Speyer Opfer eines betrügerischen Anrufs. Der Betroffene berichtete, dass er von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter kontaktiert wurde. Der Anrufer – ein Mann, der fließend Deutsch sprach – gab vor, ein Mitarbeiter der Commerzbank in Frankfurt zu sein und informierte den Senior darüber, dass mehrere Abbuchungen von seinem Konto getätigt worden seien. Auf Nachfrage bestritt der Geschädigte, diese getätigt zu haben.

Im weiteren Verlauf überredete der angebliche Bankangestellte den älteren Herrn dazu, sein Online-Banking zu öffnen und angebliche Stornierungen der Abbuchungen durch die Eingabe von TAN-Nummern zu autorisieren. Der Betroffene folgte den Anweisungen, was wahrscheinlich zu mehreren Überweisungen in bisher unbekannter Höhe führte.

Nach Beendigung des Anrufs kontaktierte der Senior eigenständig die Commerzbank in Frankfurt. Dort wurde er über den Betrug informiert und sein Konto wurde umgehend für alle Transaktionen gesperrt.

Am nächsten Tag erhielt der Geschädigte einen erneuten Anruf – anscheinend von derselben Person. Das Gespräch wurde jedoch sofort beendet, als der ältere Herr die erfolgte Kontosperrung erwähnte.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621 963-23312 oder per E-Mail KDLudwigshafen.KI3.K31@polizei.rlp.de entgegen.

Befolgen Sie die Ratschläge Ihrer Polizei, um sich vor Telefonbetrug zu schützen: Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat auch Warnhinweise in russischer Sprache auf seiner Website bereitgestellt: https://s.rlp.de/QW8vPrD.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wobei 1927 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 1377 zurück, darunter 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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