Am Montagabend wurde die Feuerwehr zu einem Betriebsgelände gerufen, wo ein Gefahrstoffaustritt festgestellt wurde. Die Lage wurde gesichert und eine Fachfirma mit der Beseitigung beauftragt.
Elmshorn: Gefahrgutaustritt bei Milch- und Molkeprodukte Betriebsgelände

Leezen (ost)
Am Abend des gestrigen Montags, dem 18.05.2026 um 22:16 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr aus Leezen von der Kooperativen Regionalleitstelle West in Elmshorn mit dem Einsatzstichwort „FEU BMA“ (Feuer, Meldung über eine Brandmeldeanlage) zu einem Betriebsgelände für Milch- und Molkeprodukte in Leezen alarmiert.
Bei der Erkundung vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass zwei Rauchmelder ausgelöst hatten und ein leicht verfärbter Rauch in einem Raum von 50 Quadratmetern zu sehen war.
Nach den neuen Erkenntnissen wurde um 22:52 Uhr das Einsatzstichwort auf „TH X“ (Technische Hilfeleistung mit Gefahrstoffen) erhöht und der ABC-Zug des Kreises Segeberg zur Einsatzstelle nachalarmiert.
Die Einsatzkräfte des ABC-Zugs richteten zunächst einen Dekon-Platz der Stufe 2 (Standard-Dekontamination) ein, forderten Wetterdaten bis zum Morgen an und schickten dann einen Trupp mit schwerem Atemschutz und leichten Chemikalienschutzanzügen zur weiteren Erkundung. Ein pH-Test mit pH-Papier an einem Feuerwehrhelm des Erkundungstrupps ergab nach der Erkundung einen Wert von Zwei- Drei. Zur Information: pH-Indikatorpapier (auch pH-Testpapier) ist mit speziellen Farbstoffen getränktes Papier, das den pH-Wert einer Flüssigkeit anzeigt. Es verfärbt sich bei Kontakt mit der Lösung. Der genaue pH-Wert wird durch den Abgleich dieser Verfärbung mit einer mitgelieferten Farbskala bestimmt. pH Eins bis Sechs (Sauer): Die Farbe des Papiers zeigte hier einen Rot- oder Orangeton.
Aufgrund der Erkundungsergebnisse wurde ein Trupp mit schweren Chemikalienschutzanzügen in den betroffenen Raum geschickt, um die Austrittsstelle zu lokalisieren und ein mögliches weiteres Ausbreiten zu verhindern. Dabei wurden neben pH-Indikatorpapier auch eine Wärmebildkamera und Gasmessgeräte verwendet. In Bodennähe wurde ein pH-Wert von Eins festgestellt.
Basierend auf der Situation vor Ort und den Messergebnissen bestätigte sich der Verdacht, dass es sich bei dem ausgetretenen Stoff um einen Gefahrstoff handelte, der im Betrieb täglich und routinemäßig verwendet wird und nun aus bisher ungeklärten Gründen ausgetreten ist.
Nach Absprache zwischen der Einsatzleitung und einem sachkundigen Mitarbeiter des Unternehmens begannen um 03:40 Uhr die Rückbauarbeiten an der Einsatzstelle. Der betroffene Raum wurde gesichert und die Einsatzstelle übergeben. Eine Fachfirma wurde beauftragt, den Stoff endgültig zu beseitigen.
Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für Menschen, Tiere oder die Umwelt.
Von Seiten der Feuerwehr können keine Angaben zur Schadenhöhe, zum genauen Stoff oder zur Ursache sowie zum Betrieb gemacht werden.
In Spitzenzeiten waren etwa 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort.
Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Leezen Führungsgruppe der Amtsfeuerwehr Leezen ABC Zug Kreis Segeberg Kreisfeuerwehrverband: Fachwart Gefahrgut, zwei Pressesprecher Rettungsdienst Kooperation Schleswig-Holstein: ein Rettungswagen Deutsches Rotes Kreuz: Fachberater, Verpflegungszug Nord Polizei Segeberg Pinneberg
Quelle: Presseportal







