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Cybercrime: Erpressung mit manipuliertem Bildmaterial

Ein junger Mann aus Jena wurde über soziale Netzwerke und Messengerdienste erpresst. Der Täter verlangte Geld und drohte mit der Veröffentlichung von manipuliertem Nacktbildmaterial.

Foto: unsplash

Jena (ost)

Ein 22-jähriger Mann aus Jena meldete am Mittwoch einen Fall von Erpressung im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken und Messengerdiensten. Gemäß den bisherigen Informationen nahm eine bis dato unbekannte Person zunächst über eine Social-Media-Plattform Kontakt mit dem Opfer auf. Im weiteren Verlauf verlagerte sich die Kommunikation auf einen Messenger-Dienst, wo sogenannte Einmalbilder ausgetauscht wurden. Kurz darauf erhielt das Opfer einen Screenshot eines angeblichen Nacktbildes, das angeblich von ihm stammte. Nach Angaben des Mannes handelte es sich um manipuliertes Bildmaterial. Der unbekannte Täter forderte daraufhin Geld und drohte damit, das Bildmaterial an Freunde und Bekannte des Opfers weiterzuleiten. Aus Angst vor der Veröffentlichung überwies der 22-Jährige insgesamt 1.250 Euro sowie Guthaben in Form von Apple-Pay-/Geschenkkarten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Erpressung aufgenommen und warnt erneut davor, intime Inhalte über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste auszutauschen. Betroffene sollten nicht auf Forderungen eingehen, Beweise sichern und umgehend die Polizei informieren.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Thüringen für 2022/2023

Die Rate der Cyberkriminalität in Thüringen stieg zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 2958 Fälle registriert, wovon 993 gelöst werden konnten. Es gab 755 Verdächtige, darunter 500 Männer, 255 Frauen und 119 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 3161, wobei 1083 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 834, davon waren 542 männlich, 292 weiblich und 143 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.958 3.161
Anzahl der aufgeklärten Fälle 993 1.083
Anzahl der Verdächtigen 755 834
Anzahl der männlichen Verdächtigen 500 542
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 255 292
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 119 143

Quelle: Bundeskriminalamt

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