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Ilversgehofen: Erfolg im Kampf gegen Betäubungsmittelkriminalität

Die Erfurter Kriminalpolizei konnte 4,5 Kilogramm Rauschgift sicherstellen und einen 50-jährigen Mann festnehmen.

Foto: Depositphotos

Erfurt (ost)

Die Erfurter Kriminalpolizei hat einen bedeutenden Erfolg bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität erzielt. Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beschlagnahmten die Ermittler knapp 4,5 Kilogramm Rauschgift und nahmen einen 50-jährigen Mann fest.

Die Ermittlungen wurden bereits seit einigen Wochen von der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt geführt, als die Beamten vor zwei Wochen (07.05.2026) zuschlugen und einen 50-jährigen polizeibekannten Mann vorläufig festnahmen. Dabei wurde ein Kilogramm Kokain sichergestellt. Am selben Tag setzten die Kriminalisten mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Thüringen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Erfurt um. In einer Wohnung im Stadtteil Ilversgehofen fanden die Beamten unter anderem weitere circa 1,3 Kilogramm Kokain, knapp zwei Kilogramm Haschisch, mehr als 170 Gramm Methamphetamin, zwei Schusswaffen mit Munition, zwei Messer, ein Mobiltelefon sowie etwa 1.400 Euro Bargeld. Darüber hinaus wurden zwei Fahrräder und zwei E-Scooter entdeckt, die zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Nach seiner Festnahme wurde der 50-jährige Mann einem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wurde vollstreckt und der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Mit der Festnahme des Tatverdächtigen und der Beschlagnahme der Drogen und der aufgefundenen Gegenstände ist die Arbeit der Kriminalpolizei noch lange nicht abgeschlossen. Die sichergestellten Substanzen müssen nun kriminaltechnisch untersucht, das gefundene Mobiltelefon ausgewertet, gesicherte Spuren gesichtet und zugeordnet sowie zahlreiche Zeugen befragt werden. Das Ziel ist es, die bisherigen Ermittlungsergebnisse weiter zu verdichten und für das staatsanwaltschaftliche Verfahren vorzubereiten. Auf diese Weise soll die Grundlage geschaffen werden, um dem Tatverdächtigen die ihm zur Last gelegten Straftaten gerichtsfest nachzuweisen und eine strafrechtliche Bewertung durch ein Gericht zu ermöglichen. (DS)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Thüringen für 2022/2023

Die Drogenraten in Thüringen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Zunahme. Im Jahr 2022 wurden 10272 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 9688 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 7674, wobei 6390 männliche und 1284 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 860 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 10287, wobei 9768 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 7721, darunter 6475 Männer, 1246 Frauen und 1080 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.272 10.287
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.688 9.768
Anzahl der Verdächtigen 7.674 7.721
Anzahl der männlichen Verdächtigen 6.390 6.475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.284 1.246
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 860 1.080

Quelle: Bundeskriminalamt

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