Julius Fischer wollte keine Menschen mehr hassen, sondern positive Stimmung verbreiten. Doch dann kamen die Kinder und alles änderte sich.
Kabarett in Berlin am 07.05.26: Julius Fischer

Eigentlich wollte Julius Fischer keine Menschen mehr hassen. Positive Stimmung
verbreiten, Komplimente verteilen, lieben und geliebt werden. Da hat er aber die
Rechnung ohne die Menschen gemacht. Und dann hat er auch noch zwei Kinder
gekriegt. Was heißt gekriegt. Er war dabei. Darüber hat er ein Buch geschrieben. Worum
geht es?
Es ist dunkel in Leipzig. Alles schläft. Alles? Nein. Ein Kind leistet erbittert Widerstand.
Der Vater, dem Autoren nicht ganz unähnlich, zieht das letzte Register: eine Spazierfahrt
mit dem Buggy. Mit ungewissem Ausgang und nicht vorhersehbarer Dauer. Wie die
Odyssee. Dabei trifft er natürlich Menschen. Leider. Und denkt über das Elternsein nach.
Während er gleichzeitig ein Elter ist. Ein angestrengter Elter. Das macht es nicht besser.
Ein Buch für alle, die auch Kinder haben. Oder keine Kinder wollen. Oder nicht wissen,
was die Odyssee ist. Im Programm zum Buch liest er, wie sich alle denken können, die
lustigsten Texte aus dem Buch vor und singt zwischendurch Liebeslieder ohne Happy
End. Eigentlich geht er nur auf Tour, um mal wieder auszuschlafen. Nicht auf der Bühne.
Klar. Außer, das Publikum will auch schlafen. Dann wird es eine schöne
Gruppentherapie.
Und da die Welt eh bald untergeht, schadet so ein Abend dann auch nicht.
Was das Publikum erwarten kann: witzige Texte, witzige Lieder, eine Pause, ggf.
gemeinsame Schlaftherapie, laaange Elterngespräche am Büchertisch.
Was es nicht geben wird: Gedichte (leider ist sein Gedichtband „Stille“ gerade vergriffen
bzw. noch nicht erschienen bzw. noch nicht geschrieben), Kinderbilder, Crowdwork,
Livepainting, Verschwörungstheorien.
Das sagt der Autor dazu: „Ich würde mir das angucken, wenn ich nicht selbst ’nen
Auftritt hätte!
Kabarett
18.00-22.00 €
Mehringhof-Theater GbR
Mehringhof-Theater
Gneisenaustraße 2a, 10961, Berlin
Do. 07.05.26 20:00
Bewertungen
Das Mehringhof Theater wird als kultiges kleines Theater im Kreuzberger Hinterhof beschrieben. Es bietet Veranstaltungen wie politisches Kabarett, das gut verständlich und unterhaltsam ist. Einige Besucher bemängeln jedoch die geringe Zuschauerzahl.
Die Darbietungen im Theater werden als lustig, nachdenklich und auch etwas melancholisch beschrieben. Besucher freuen sich auf weitere Veranstaltungen.
Die Auftritte von Letitia Wahl werden als sympathisch und publikumsnah gelobt. Besonders beeindruckend sind ihre berührenden Texte.
Leticia Wahl präsentiert selbstgeschriebene Gedichte, die teilweise mit Klavierbegleitung vorgetragen werden. Die Gedichte sind offen geschrieben, aber auch ziemlich lang, was Konzentration erfordert. Ein Besucher fand den Titel „Gute Laune AG“ irreführend, da er andere Erwartungen geweckt hatte.
Die Veranstaltung mit Werner Koczwara wird als zunächst langweilig, dann aber doch lustig beschrieben. Es wird empfohlen, sich die Veranstaltung anzuschauen.
Das Mehringhof Theater wird insgesamt mit 4,63/5 Sternen bewertet.









