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Iran-Krieg aktuell: Teheran warnt Europa vor Kriegseintritt

Teheran warnt Europa vor einem Kriegseintritt, während die US-Israelischen Luftangriffe im Iran massiv eskalieren. Die geopolitischen Spannungen nehmen zu, während mehrere Staaten ihren Luftraum schließen und Zehntausende Reisende feststecken.

Iran-Krieg aktuell: Teheran warnt Europa vor Kriegseintritt

Bei den jüngsten Luftangriffen, wie iranische Medien berichten, wurde auch das Gebäude des Expertenrats in Teheran getroffen. Dieses Gremium ist dafür verantwortlich, den Nachfolger von Revolutionsführer Ali Chamenei zu bestimmen, der am vergangenen Wochenende bei Luftschlägen ums Leben kam.

Massive Luftangriffe auf Iran

Die israelische Luftwaffe hat laut der „Jerusalem Post“ bis Montagabend etwa 2.500 Bomben auf verschiedene Ziele im Iran abgeworfen, was mehr ist als während des zwölftägigen Konflikts im Vorjahr. Zudem setzte die US-Air-Force über fünftausend Sprengkörper ein.

In Dubai waren tagelang zehntausende deutsche Reisende gestrandet. Am Dienstagnachmittag landete die erste Rückkehrmaschine am Flughafen Frankfurt am Main. Zuvor hatte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) einen Krisenstab eingerichtet, um die Rückführung der Betroffenen zu koordinieren. Deutsche sitzen fest: Was Reiseverband und Regierung raten

Reisende im Nahen Osten betroffen

Aufgrund der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten seit dem Wochenende sind weiterhin zehntausende Menschen in der Region festgehalten, die dort Urlaub machen oder einen der Flughäfen als Umsteigeort nutzen wollten. Viele Länder haben ihren Luftraum geschlossen, und Kreuzfahrtschiffe liegen in den Häfen fest.

US-Präsident schließt Gespräche mit Iran aus

US-Präsident Donald Trump hat Gespräche mit der iranischen Führung vorerst ausgeschlossen. Auf seiner Online-Plattform Truth Social äußerte er: „Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg. Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!'“

Am Sonntag, einen Tag nach Beginn der massiven US-israelischen Luftangriffe, hatte Trump jedoch noch Gesprächsbereitschaft signalisiert. In einem Telefoninterview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ erklärte er: „Sie wollen reden und ich habe zugestimmt, zu reden, also werde ich mit ihnen reden. Sie hätten das früher tun sollen.“

Irans UN-Botschafter äußert Zweifel

Ali Bahreini, der UN-Botschafter Irans in Genf, äußerte sich skeptisch zu Verhandlungen. „Derzeit zweifeln wir sehr am Nutzen von Verhandlungen“, sagte er vor der Presse. Laut Bahreini sei die einzige Sprache, die der Iran sprechen könne, die der Verteidigung. „Es ist nicht die Zeit für Verhandlungen. Wir werden uns bis zu dem Punkt verteidigen, an dem diese Aggression beendet ist.“

Katar sieht „rote Linien“ überschritten

Die katarische Regierung hat erklärt, dass aufgrund der anhaltenden iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion „rote Linien“ überschritten wurden. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, betonte in Doha, dass es keinen Kontakt zum Iran gebe und Katar sich darauf konzentriere, sein Territorium und seine Bürger zu schützen.

Im Gegensatz zu den Reaktionen auf die Luftschläge während des sogenannten Zwölftagekriegs hat der Iran seine Strategie in Bezug auf die jüngsten Interventionen geändert. Das Regime in Teheran greift derzeit auch Ziele in der Golfregion an, was die Bemühungen der Golfstaaten untergräbt, sich als „Zentrum der wirtschaftlichen Stabilität“ in der Region zu positionieren, erklärte der Nahost-Experte und ehemalige Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Volker Perthes, am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Börse aktuell: Dax und europäische Aktien-Kurse fallen wegen Iran-Krieg

Aktuelle Entwicklungen

Für die neuesten Informationen zu den Entwicklungen im Iran-Konflikt können Sie unseren Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker verfolgen.

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Ronny Winkler