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NATO-Alarm durch Phantomflugzeug – Kampfjets sichern den Luftraum

Ein mysteriöser Flug löst Alarm in den Nato-Staaten aus.

A closeup shot of the waving flag of The North Atlantic Treaty Organization with interesting textures
Foto: depositphotos

Ein kleines Flugzeug spielte mit den Nerven der Luftabwehr von sechs NATO-Mitgliedern, bevor es am Donnerstag (9. Juni) auf einem kleinen Flugplatz in Bulgarien landete, woraufhin der Pilot und die Passagiere prompt verschwanden.

Die Staatsanwaltschaft in der bulgarischen Stadt Targovishte leitete eine Untersuchung zu einem mysteriösen Vorfall mit einem kleinen „Beechcraft“-Flugzeug ein, das in den Himmel mehrerer europäischer Länder flog und auf einem lokalen Flugplatz landete, der normalerweise für landwirtschaftliche Flugzeuge reserviert ist.

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Das Flugzeug wurde mit einem noch warmen Motor verlassen aufgefunden. Es ist unklar, warum der 60 Jahre alte Zweisitzer fast ganz Europa überflog, um in Bulgarien zu landen oder ob der unbekannte Pilot allein war bzw. Passagiere mit hatte.

Nach Angaben des bulgarischen Innenministeriums startete das Flugzeug in Litauen und überflog sieben Länder, darunter Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Serbien, bevor es in Bulgarien landete. Sechs dieser Länder, mit Ausnahme von Serbien, sind NATO-Mitglieder.

Medienberichten zufolge entdeckten die Luftabwehrbehörden mehrerer Länder den Eindringling und schickten Flugzeuge los, um ihn abzufangen, während sie gleichzeitig versuchten, mit dem Piloten in Kontakt zu treten – ohne Erfolg.

Das Flugzeug flog über die nördliche Stadt Vidin in Bulgarien ein, wo es zum Auftanken landete, aber es ist nicht bekannt, wo genau es aufgetankt wurde.

„Was ist das Ziel? Wer sind diese Leute? Was ist passiert? Wir ermitteln“, wurde der bulgarische Innenminister Bojko Raschkow Raschkow mit den Worten zitiert. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass das Flugzeug am Mittwoch kurz nach 19 Uhr ohne genehmigten Flugplan in den bulgarischen Luftraum eingedrungen sei.

Das Flugzeug wurde Berichten zufolge von der ungarischen und rumänischen Luftwaffe entdeckt, die F-16-Jets entsandten, um die Beechcraft abzufangen. Beim Eintritt in den bulgarischen Luftraum wurde auch die Luftwaffe des Landes aktiviert.

„Das Flugzeug stellte zu keiner Zeit eine Bedrohung für die zivile oder militärische Infrastruktur in Bulgarien dar. Es flog in geringer Höhe, was das Abfangen durch Kampfjets erschwerte, wurde aber die ganze Zeit überwacht. Das Verteidigungsministerium ergreift die entsprechenden Maßnahmen, um die Umstände zu klären“, sagte Verteidigungsminister Dragomir Zakov.

Die Medien zitierten den Direktor des Flughafens in Debrecen, Ungarn, der sagte, die Beechcraft sei auch auf einem kleinen Flughafen in Ungarn gelandet. Angeblich stiegen fünf oder sechs Personen aus und betankten das Flugzeug mit Kanistern. Die ungarische Polizei versuchte, sie aufzuhalten, aber sie waren schnell und flogen schnell wieder ab.

jw
Quellen: t-online.de, Euroactiv.de