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Putin längst tot und durch Doppelgänger ersetzt?

Um sich vor Attentaten zu schützen, nutzt Putin ein umfangreiches Abwehrsystem. Hat dieses versagt?

Wladimir Putin
Wladimir Putin (Archivbild)
Foto: Depositphotos

Seit Putin den Krieg gegen die Ukraine angezettelt hat, bekommt kaum jemand den Kreml-Herrscher zu Gesicht. Er versteckt sich vielmehr in Bunkern und wechselt ständig seine Aufenthaltsorte, um sich vor Anschlägen zu schützen.

Putin fürchtet um sein Leben und schützt sich mit zahlreichen Leibwächtern, Vorkostern und Doppelgängern. Doch hat dieses komplexe Sicherheitssystem bereits versagt und musste Putin durch einen Doppelgänger ersetzt werden?

Spätestens seit des Beginns des Ukraine-Krieges ist die Zahl der Menschen massiv gestiegen, die Putin nach dem Leben trachten wollen. So rief kürzlich der US-Senator Lindsey Graham (66) dazu auf, dass „jemand in Russland diesen Kerl ausschalten sollte“, berichtet „Blick“.

Putin verhält sich extrem vorsichtig und meidet weitestgehend öffentliche Veranstaltungen, berichtet «The Economist». Er umgibt sich Spezialbodyguards, die sich seine „Musketiere“ nennen. In der Spezialeinheit ist keiner älter als 35 Jahre alt. Putins Leibwächter sollen laut der Zeitung nach Qualitäten wie „Einsatzpsychologie», körperlicher Ausdauer und der Fähigkeit, Kälte zu ertragen und bei Hitze nicht zu schwitzen, handverlesen werden.

Deren Aktentasche sollen als Schutzschilde für Putin genutzt werden können. Die Waffen der Bodyguards sollen mit panzerbrechender Munition geladen sein.

Putin wird komplett abgeschirmt

Sein Umfeld wird streng kontrolliert und immer nach Bomben abgesucht. Auch die Reiseziele des Despoten werden akribisch ausgekundschaftet. Störsender sollen das Zünden von Bomben aus der Ferne verhindern. Außerdem setzt Putin auf schwer gepanzerte Limousinen. Diese sind mit militärischen Spezialkräften besetzt und mit Waffen wie dem AK-47, Panzerabwehrgranatwerfern und tragbaren Flugabwehrraketen ausgerüstet.

Bei Veranstaltungen mischen sich seine Wächter unter die Besucher, so haben sie das Umfeld im Blick und sind nicht so schnell als Bodyguards zu identifizieren. Außerdem sichern Scharfschützen auf Dächern die Umgebung ab und seine Beschützer bilden mehre Schutzkreise um Putin. Sie sollen außerhalb der Gerichte agieren können und Überwachungen, Durchsuchungen und Verhaftungen vornehmen können.

Putin durch Doppelgänger ersetzt?

Laut „Russia Beyond“ wird in manchen Situationen ein „präsidiales Körperdouble“. Putin behauptet, er hätte sich auf Reisen nicht von einem Körperdouble vertreten lassen. Diese Aussage lässt sich leider nicht nachprüfen, da nur wenige Menschen dem Präsidenten wirklich nahe kommen dürfen. Ob nicht doch ein Doppelgänger gelegentlich eingesetzt wird, diskutieren Experten intensiv.

Allerdings verdienen mehre Menschen als Doppelgänger ihr Geld, etwa auf dem Roten Platz. Aber viele wie etwa der 53-jährige Slawek Sobala fürchten inzwischen um ihr Leben. Seite dem Ukraine-Krieg fürchtet er sich vor Vergeltungsmaßnahmen von Personen, die ihn mit dem echten Wladimir Putin verwechseln könnten, berichtet „Gentside“.

In einem Interview mit dem „Daily Star“ erklärte der Pole aus Breslau, dass ihn seine Ähnlichkeit mit dem Vater von Luiza Rozova nicht mehr erfreut:

„Vor dem Krieg hatte ich keine Angst um meine Sicherheit auf der Straße, aber seit der Krieg begann, als Putin die Ukraine angriff, hat sich das geändert. Es gab viele Male, bei denen mir Ukrainer, die in Breslau leben, gesagt haben, dass ich wie Putin aussehe. Ich habe ein bisschen Angst, dass sie wütend oder aggressiv werden könnten, wenn sie mich sehen.“

Jetzt zieht er Stellung gegen den Krieg: „Ich hatte großen Respekt vor (Wladimir Putin, Anm. d. Red.), aber jetzt denke ich, dass dieser Mann viel Schaden angerichtet hat und ich weiß heute nicht, wie ich ihn in Zukunft nachahmen könnte.“ „Ich unterstütze die Ukraine. Ich denke, sie müssen kämpfen“, betonte der Doppelgänger von Wladimir Putin.

Vorkoster

Putin hat große Angst, vergiftet zu werden, deswegen muss laut Gilles Bragard, dem Gründer des «Club des Chefs des Chefs», einer kulinarischen Organisation, deren Mitglieder für Staatsoberhäupter und Monarchen der ganzen Welt kochen, jede Mahlzeit von jemanden probiert werden. «Vorkoster gibt es immer noch, aber nur im Kreml, wo ein Arzt jedes Gericht mit dem Chefkoch überprüft», berichtete Bragard dem „The Telegraph“.

So ist die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg

Nach einem unangekündigten Besuch in der umkämpften Region Charkiw im Osten des Landes zeigte sich Selenskyj erschüttert. «Schwarze, ausgebrannte, halb zerstörte Wohnhäuser blicken mit ihren Fenstern nach Osten und Norden – dorthin, von wo die russische Artillerie schoss», sagte er in einer Videobotschaft.

Russland habe nicht nur die Schlacht um Charkiw, sondern auch um Kiew und den Norden der Ukraine verloren. «Es hat seine eigene Zukunft und jede kulturelle Bindung zur freien Welt verloren. Sie sind alle verbrannt.»

Die Reise nach Charkiw war der erste bekannte Besuch Selenskyjs im Frontgebiet seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Bei dem Besuch habe er den örtlichen Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU entlassen, teilte Selenskyj mit: «Weil er seit den ersten Tagen des Krieges nicht für den Schutz der Stadt gearbeitet hat, sondern nur an sich gedacht hat.» Der Fall sei der Justiz übergeben worden.

Weitgehende Zerstörung von Sjewjerodonezk

Selenskyj warf Russland auch die weitgehende Zerstörung der Großstadt Sjewjerodonezk im Donbass vor. Die gesamte Infrastruktur sei vernichtet, sagte er in der Videobotschaft. «90 Prozent der Häuser sind beschädigt. Mehr als zwei Drittel des Wohnbestands der Stadt sind komplett zerstört.»

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Ständig werde die Stadt angegriffen. Moskau wolle seine Fahne auf dem Verwaltungsgebäude von Sjewjerodonezk hissen, das am dortigen Boulevard der Völkerfreundschaft stehe, sagte Selenskyj. «Wie bitter dieser Name jetzt klingt.» Seit Monaten ist Sjewjerodonezk Ziel von Angriffen. Die Stadt gilt als letzter Punkt, den das ukrainische Militär in der Region Luhansk noch kontrolliert.

Ukrainische Behörden: Offensive im Süden des Landes

Das ukrainische Militär setzte nach eigenen Angaben in der Nacht seine Offensive im Süden des Landes fort. «Die Lage im Süden ist dynamisch und gespannt», teilte das Oberkommando des ukrainischen Wehrkreises Süd in der Nacht zum Montag auf seiner Facebook-Seite mit.

Russland ziehe Reserven zusammen und versuche, die Frontlinien im Gebiet Cherson zu befestigen. «Gleichzeitig setzen unsere Einheiten ihre Offensivaktivitäten fort, um den Feind zu binden und eine Umgruppierung der Reserven zu verhindern.»

Eigenen Angaben nach hat das ukrainische Militär bei den Kämpfen 67 russische Soldaten getötet und 27 Militärfahrzeuge außer Gefecht gesetzt. Darunter auch sechs – allerdings stark veraltete Panzer – vom Typ T-62. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen.

London: «Verheerende Verluste» bei russischen Offizieren

Russland erlitt nach britischen Erkenntnissen derweil «verheerende Verluste» in seinem Offizierskorps. Brigade- und Bataillonskommandeure seien an vorderster Front aktiv, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

Dies liege zum einen daran, dass sie für den Erfolg ihrer Einheiten persönlich verantwortlich gemacht würden. Zudem fehlten der russischen Armee qualifizierte Unteroffiziere, die bei westlichen Streitkräften diese Rolle erfüllten.

Diese schweren Verluste aber hätten mehrere Folgen für die russischen Streitkräfte, betonte das Ministerium. So seien neu zusammengestellte Bataillone wegen des Mangels an Nachwuchsführungskräften vermutlich weniger effektiv.

Zudem bestehe die Gefahr, dass sich bestehende Probleme wie ein Mangel an Disziplin und schwache Moral noch verschärften. Es gebe glaubwürdige Berichte über vereinzelte Meutereien. Schließlich werde die Modernisierung der Armee weiter erschwert, teilte das Ministerium weiter mit.

Lawrow: Donbass hat «bedingungslose Priorität»

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Einnahme des Donbass unterdessen als «bedingungslose Priorität». Es gehe darum, die ukrainische Armee und Bataillone aus den von Moskau als unabhängige Staaten anerkannten Gebieten Donezk und Luhansk zu drängen, sagte Lawrow dem russischen Außenamt zufolge in einem Interview mit dem französischen Sender TF1. Das Ministerium veröffentlichte die Antworten am Sonntag auf der Internetseite.

Lawrow sprach in dem Interview erneut von einer angeblichen «Befreiung» des Donbass vom «Kiewer Regime». Er äußerte sich auch auf eine Frage zur Gesundheit Putins. Der Präsident erscheine täglich in der Öffentlichkeit, sagte der Außenminister. «Sie können ihn auf den Bildschirmen beobachten, seine Auftritte lesen und hören. Ich glaube nicht, dass vernünftige Leute in diesem Menschen Anzeichen einer Krankheit oder eines Unwohlseins sehen können.»

Berichte über weitere Tote und Verletzte

Bei Angriffen auf ukrainische Orte wurden den Behörden zufolge mehrere Zivilisten getötet oder verwundet. Der Gouverneur des Gebiets Donezk, Pawlo Kirilenko, machte Russland für drei Tote und vier Verletzte in dem von Regierungstruppen kontrollierten Teil der Region im Osten des Landes verantwortlich. In Mykolajiw im Süden des Landes sprachen die Behörden von mindestens einem Toten bei einem Angriff auf ein Wohnviertel. Russland bestreitet, zivile Ziele anzugreifen.

Die ukrainische Armee habe 14 russische Attacken im Donbass abgewehrt, teilte der Generalstab in Kiew mit. Dabei seien mehr als 60 russische Soldaten getötet sowie Panzer und Artillerie zerstört worden, hieß es. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Gauck für Unterstützung der Ukraine mit Waffen

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ist nach eigener Aussage der Meinung, dass Waffenlieferungen an die Ukraine für deren Freiheitskampf gegen die russischen Angreifer wichtig sind. «Ohne die Waffen der Alliierten im Weltkrieg hätte es ein Europa unter Nazi-Herrschaft gegeben», sagte Gauck im Interview der «Bild».

Die Ukraine müsse sagen dürfen, was sie brauche, um Russland entgegenzutreten. Dennoch müsse die Politik auch weiter mit Russlands Präsident Putin im Gespräch bleiben. «Verantwortliche Politik muss auch mit Diktatoren reden», so Gauck. «Wir dürfen niemals auf Diplomatie verzichten.»

as, dpa
Quellen: Blick