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Schröder als Schlüsselakteur für Putins Verhandlungswunsch mit der EU im Ukraine-Konflikt

Wladimir Putin äußert den Wunsch, Gerhard Schröder als Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der EU einzusetzen. Der Kremlchef betont, dass eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts im Interesse beider Seiten liege.

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Verhandlungen über Ukraine-Krieg: Putin wünscht sich Schröder als Vermittler für Gespräche mit EU
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Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einer aktuellen Äußerung den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als bevorzugten Vermittler für mögliche Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union ins Spiel gebracht. Dies geschah im Kontext seiner Einschätzung, dass der Ukraine-Krieg sich dem Ende zuneigt.

Putins Einschätzung zum Ukraine-Krieg

In einer Pressekonferenz, die nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs stattfand, äußerte Putin: „Ich glaube, dass die Angelegenheit sich dem Ende zuneigt.“ Diese Aussage bezieht sich auf den anhaltenden Konflikt in der Ukraine. Zudem berichtete er, dass der slowakische Ministerpräsident Robert Fico ihm mitgeteilt habe, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit sei, sich zu einem persönlichen Treffen zu treffen.

Treffen mit Selenskyj unter Bedingungen

Putin stellte klar, dass ein Treffen mit Selenskyj nur unter bestimmten Bedingungen in Betracht gezogen wird. „Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen“, erklärte er und fügte hinzu, dass es keine direkte Einladung an Selenskyj sei. Er sei jedoch bereit, sich auch an einem anderen Ort zu treffen, sofern zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen werde.

Schröder als bevorzugter Vermittler

Auf die Frage, ob er zu Gesprächen mit europäischen Vertretern bereit sei, nannte Putin Gerhard Schröder als seine bevorzugte Wahl für die Rolle des Vermittlers. „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen“, so der Kremlchef. Die langjährige Freundschaft zwischen Schröder und Putin wurde in diesem Zusammenhang hervorgehoben.

Europas Rolle im Konflikt

Putin kritisierte Europa und warf den europäischen Staaten vor, den Konflikt in der Ukraine zu verschärfen. Er betonte jedoch, dass eine friedliche Lösung des Konflikts in der Verantwortung der Ukraine und Russlands liege. „Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar“, fügte er hinzu.

Erwartungen an die EU

Der Kreml hat in der Vergangenheit betont, dass die europäischen Regierungen den ersten Schritt in Richtung Gespräche unternehmen sollten, da sie nach dem Beginn des Krieges im Jahr 2022 den Kontakt zu Moskau abgebrochen hatten. Berichten zufolge bereiten sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf mögliche Gespräche vor.

Reaktionen aus Berlin

Ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin äußerte sich zurückhaltend zu den Möglichkeiten von Verhandlungen und betonte, dass derzeit kein ernsthaftes Interesse seitens Russlands und Putins an Gesprächen erkennbar sei. Er wies darauf hin, dass ein koordiniertes Vorgehen der europäischen Staaten sowie eine enge Abstimmung mit der Ukraine von großer Bedeutung sei.


Quellen: n-tv

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TS