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Trump und Energieminister im Disput über die künftige Preisentwicklung von Benzin

US-Präsident Donald Trump widerspricht seinem Energieminister Chris Wright, der von einer langen Phase hoher Benzinpreise ausgeht. Während Wright eine Stabilisierung erst im nächsten Jahr erwartet, sieht Trump einen schnelleren Rückgang in Aussicht.

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Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Trump widerspricht Energieminister: Prognosen zu Benzinpreisen sorgen für Unstimmigkeiten

In den USA spüren Autofahrer die Auswirkungen des Iran-Kriegs an den Tankstellen. Diese Situation könnte laut dem Energieminister Chris Wright noch für mehrere Monate anhalten. US-Präsident Donald Trump äußert sich jedoch skeptisch zu dieser Einschätzung und gibt eine optimistischere Prognose ab.

Donald Trump widerspricht der Einschätzung seines Energieministers Chris Wright, der prognostiziert hat, dass die Benzinpreise in den USA möglicherweise erst im kommenden Jahr wieder unter drei US-Dollar pro Gallone fallen könnten (etwa 2,55 Euro für knapp 3,8 Liter). „Nein, ich glaube, da liegt er falsch. Völlig falsch“, zitiert ein Nachrichtenportal den Republikaner aus einem Telefongespräch. Auf die Frage, wann er mit sinkenden Preisen rechne, antwortete Trump in Bezug auf den Iran-Krieg: „Sobald das hier vorbei ist.“

Wright äußert sich zurückhaltend

Wright hatte sich am Sonntag in einem Interview mit CNN zu den Benzinpreisen geäußert. Auf die Frage, wann die Bürgerinnen und Bürger in den USA wieder weniger als drei US-Dollar pro Gallone für Benzin bezahlen könnten, antwortete er: „Ich weiß nicht, ob das noch in diesem Jahr passieren kann. Es könnte auch erst nächstes Jahr so weit sein.“

Der Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen haben, sowie die darauf folgende Blockade der Straße von Hormus belasten den internationalen Ölhandel erheblich. Die US-Bürger müssen an den Tankstellen derzeit so hohe Preise zahlen wie seit Jahren nicht mehr. Experten gehen davon aus, dass die hohen Spritpreise noch längere Zeit anhalten werden und nicht automatisch mit einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran auf das Vorkriegsniveau zurückkehren werden.

Aktuelle Benzinpreise und politische Auswirkungen

Am Montag lag der Benzinpreis in den USA laut dem amerikanischen Automobilverband AAA im Durchschnitt bei über vier Dollar pro Gallone. Vor dem Krieg betrugen die Preise knapp drei Dollar. Diese gestiegenen Preise setzen Trump und seine Republikaner unter Druck, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress im November.

  • Bei den Zwischenwahlen wird das gesamte Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senats neu gewählt.
  • Bisher halten die Republikaner in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit.
  • Ein Verlust dieser Mehrheit könnte es Trump erschweren, in der zweiten Hälfte seiner Präsidentschaft nachhaltige Reformen umzusetzen.

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Bildquelle: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

TS