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Wie kam es zu einem umstrittenen Theaterprojekt an einer Schule in Sachsen?

Ein Theaterprojekt an der Deutsch-Sorbischen Oberschule in Schleife wird nach Beschwerden von Eltern abgebrochen. Die Polizei ermittelt, da pornografisches Material im Unterricht verwendet worden sein soll.

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Landesamt bestreitet Fehler: Theaterprojekt sorgt für Porno-Eklat an Schule
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In der sächsischen Stadt Schleife wurde ein Theaterprojekt an der Deutsch-Sorbischen Oberschule aufgrund von Beschwerden von Eltern gestoppt. Der Vorfall, der bereits im März 2026 stattfand, erregte Aufsehen, nachdem bekannt wurde, dass den Neuntklässlern pornografische Bilder und Inhalte im Unterricht präsentiert worden sein sollen.

Das Projekt war den Angaben zufolge im Januar 2026 per E-Mail an die Schule angeboten worden. Im Rahmen der Projektwoche sollten die Schüler sich mit verschiedenen Materialien zu Themen wie „Mut“ und „aktuellen politischen Themen“ auseinandersetzen. Berichten zufolge gehörte zu den bereitgestellten Materialien auch ein Heft mit sensiblen, potenziell pornografischen Bildern.

Ermittlungen und Reaktionen

Das sächsische Landesamt für Schule und Bildung (LASUB) teilte mit, dass die tatsächliche Umsetzung des Projekts am ersten Tag „in eklatanter Weise“ von den zuvor skizzierten Zielen und Methoden abwich. Dennoch sieht das LASUB kein Fehlverhalten seitens der Schulleitung. Diese habe keinen Anlass zur Annahme gehabt, dass Medien mit potenziell pornografischem Inhalt eingesetzt würden.

Die Schulleitung brach das Projekt umgehend ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Verantwortlichen des Projekts. Auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt, stellte die Förderung des Theaterprojekts ein. Laut dem Sprecher der Stiftung, Lorenz Blumenthaler, sei die Grundlage für eine Förderung nicht mehr gegeben.

Zukünftige Maßnahmen und Ermittlungen

Für die Zukunft plant die Schulaufsicht in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium, den Umgang mit externen Anbietern zu überprüfen. Parallel dazu ermittelt die Polizei gegen zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter wegen des Verdachts, pornografische Inhalte an Minderjährige verbreitet zu haben.

Die Vorfälle werfen Fragen zur Aufsicht und Kontrolle von externen Projekten an Schulen auf. Eltern und die Öffentlichkeit erwarten eine gründliche Aufklärung und Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.

Bildquelle: depositphotos

TS