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Kanye West gerät in rechtliche Streitigkeiten nach mutmaßlichem Übergriff auf Mann

Kanye West sieht sich einer Zivilklage gegenüber, in der ihm vorgeworfen wird, einen Mann ohne provokative Gründe im Chateau Marmont angegriffen zu haben. Der Kläger erhebt zudem Vorwürfe gegen West wegen rufschädigender Aussagen in einem Podcast.

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Klage eingereicht: Kanye West soll ohne jeden Grund auf Mann eingeprügelt haben
David Shankbone via Wikimedia Commons (Public domain)

Die Liste der Kontroversen rund um Kanye West ist lang und umfasst unter anderem antisemitische Äußerungen sowie seine Bewunderung für Adolf Hitler. Nun sieht sich der Rapper mit neuen Gewaltvorwürfen konfrontiert. In Frankreich wird zudem versucht, ein geplantes Konzert zu verhindern.

Aktuelle rechtliche Schwierigkeiten für Kanye West: In einer Zivilklage wird dem Musiker vorgeworfen, am 16. April 2024 einen Mann im Chateau Marmont in Hollywood angegriffen und verletzt zu haben. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die von verschiedenen Medien veröffentlicht wurden.

Der Kläger, der in den Unterlagen als „John Doe“ aufgeführt ist, behauptet, West habe ihn kurz vor 23 Uhr im Gartenbereich des renommierten Hollywood-Hotels ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen. Der Schlag habe den Mann bewusstlos gemacht. Laut Klageschrift soll West ihn anschließend weiter geschlagen haben, während er reglos am Boden lag. Der Kläger betont, dass er den Vorfall in keiner Weise provoziert habe.

„Ich habe nichts getan, um diesen Angriff zu rechtfertigen“, sagte der Kläger in der Klageschrift.

Die Klage umfasst nicht nur den körperlichen Übergriff. Der Kläger gibt an, West habe im Nachgang behauptet, der Mann habe sich gegenüber einer Frau aus Wests Umfeld unangemessen verhalten. Diese Vorwürfe sollen in einem öffentlichen Podcast wiederholt und ausgeschmückt worden sein. Diese Aussagen hätten sich schnell über soziale Medien verbreitet und dem Ruf sowie der mentalen Gesundheit des Klägers erheblich geschadet. Das verfügbare Videomaterial vom Vorfall zeige laut Klage kein Fehlverhalten des Mannes.

Der Podcast, auf den sich die Klage bezieht, scheint eine Episode des „The Download“-Podcasts aus April 2024 zu sein. In dieser Folge schilderte West, dass ein Mann seine Frau Bianca Censori auf dem Weg zur Toilette im Chateau Marmont angegriffen habe, was ihn zum Eingreifen veranlasst habe.

Einreiseverbot und Konzertabsage

Die Klage gegen Kanye West fällt in eine ohnehin turbulente Phase für den Rapper. In Großbritannien wurde ihm die Einreise verweigert, nachdem er als Headliner beim Wireless Festival in London auftreten sollte. Das Festival wurde letztendlich abgesagt. Der britische Premierminister Keir Starmer äußerte sich auf X und erklärte, West hätte gar nicht eingeladen werden dürfen. Hintergrund dieser Kritik sind unter anderem die antisemitischen Äußerungen des Musikers sowie sein Lied „Heil Hitler“.

In Frankreich wird unterdessen geprüft, ob Wests geplanter Auftritt in Marseille verhindert werden kann. Innenminister Laurent Nuñez ließ entsprechende Möglichkeiten prüfen, wie Medien unter Berufung auf sein Büro berichten. Der Bürgermeister von Marseille, Benoît Payan, hatte sich bereits im März klar gegen das Konzert ausgesprochen. Auf X schrieb er: „Ich weigere mich, Marseille zu einer Bühne für diejenigen zu machen, die Hass und unverhohlenen Nationalsozialismus verbreiten. Kanye West ist im Vélodrome, unserem Tempel des Zusammenlebens und aller Marseiller, nicht willkommen.“

West hat das Konzert mittlerweile auf unbestimmte Zeit verschoben. „Nach reiflicher Überlegung und Abwägung habe ich aus eigener Entscheidung beschlossen, meine Show in Marseille, Frankreich, auf unbestimmte Zeit zu verschieben“, teilte der Musiker auf X mit.

Bildquelle: David Shankbone via Wikimedia Commons (Public domain)

TS