Real Madrid nimmt Abschied von José Emilio Santamaría, dem legendären Abwehrboss, der das Team hinter Größen wie Di Stéfano prägte und als Nationalcoach bei der Heim-WM fungierte.
Tod mit 96: Real Madrid trauert um legendären Abwehrboss

Der spanische Fußball hat einen seiner größten Spieler verloren: José Emilio Santamaría ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Der ehemalige Abwehrchef von Real Madrid und Nationaltrainer während der Heim-Weltmeisterschaft in Spanien hinterlässt eine bedeutende Lücke in der Fußballwelt.
José Emilio Santamaría, der zwischen 1957 und 1966 für die Königlichen spielte, absolvierte insgesamt 337 Pflichtspiele und feierte dabei sechs Meisterschaften sowie vier Titel im Europapokal der Landesmeister. Er war Teil einer glorreichen Ära, die von Größen wie Alfredo Di Stéfano, Raymond Kopa und Ferenc Puskás geprägt war.
Comunicado Oficial: fallecimiento de José Emilio Santamaría.
— Real Madrid C.F. (@realmadrid) April 15, 2026
Ein Abwehrchef von außergewöhnlichem Format
Der gebürtige Uruguayer, der später die spanische Staatsbürgerschaft annahm, war bekannt für seine defensive Stärke und seine Fähigkeit, den Offensivspielern den Rücken freizuhalten. Santamaría, der ursprünglich als Stürmer begann, entwickelte sich zu einem Abwehrchef, der Elemente des klassischen Libero mit denen eines modernen Vorstoppers kombinierte. Aufgrund seiner herausragenden defensiven Fähigkeiten erhielt er den Spitznamen „El Muro“ („Die Wand“).
Ein Abschied von Real Madrid
Real Madrid äußerte in einer offiziellen Mitteilung tiefes Bedauern über den Verlust: „Wir trauern um eine der größten Legenden unseres Vereins und des Weltfußballs. Unser Beileid gilt seiner Ehefrau Nora, seinen Kindern Nelson, Nora, Beatriz, José, Silvia und Javier sowie seinen Enkeln, Urenkeln und allen Angehörigen und Freunden.“
Karriere und Erfolge
Santamaría wurde in Montevideo geboren und spielte für Uruguay 20 Länderspiele, bevor er sich für die spanische Nationalmannschaft entschied, für die er 16 Mal auflief. Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz war er Teil des uruguayischen Kaders, der im Halbfinale gegen Ungarn ausschied und somit nicht im Finale gegen Deutschland antreten konnte.
Ha fallecido Jose Emilio Santamaría. DEP
— @Memorias_Futbol (@Memorias_Futbol) April 15, 2026
Uruguayo, de padres gallegos, acabó por asentarse en el país de sus padres cuando fichó por el Real Madrid.
Mundialista con Uruguay 🇺🇾 en 1954 y con España 🇪🇸 en 1962.
Hizo carrera en el Nacional de Montevideo, y después en el Real… pic.twitter.com/nxmQ34nVaY
Nach seiner aktiven Karriere übernahm Santamaría zwischen 1980 und 1982 das Traineramt der spanischen Nationalmannschaft und führte das Team zur Heim-WM. Das Ausscheiden in der Zwischenrunde nach einer Niederlage gegen Deutschland (1:2) war ein herber Rückschlag für ihn.
Ein Leben nach dem Fußball
Nach dem Ende seiner Trainerkarriere widmete sich der siebenfache Familienvater dem Geschäft und wurde Geschäftsführer einer Bäckereikette. Zudem blieb er dem Fußball treu, indem er als Kolumnist für Fußballzeitschriften tätig war.
Der Verlust von José Emilio Santamaría wird nicht nur von Real Madrid, sondern von der gesamten Fußballgemeinschaft betrauert. Seine Leistungen und sein Erbe werden in den Herzen vieler Fans und Spieler weiterleben.
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