Sportdirektor Benjamin Weber von Hertha BSC räumt Fehler bei der Kaderplanung und Transfers ein, betont jedoch die Einbindung junger Spieler. Trotz eines hohen Spieleretats von rund 100 Millionen Euro gab es nur wenige erfolgreiche Verpflichtungen.
Hertha BSC: Sportdirektor Weber erkennt Mängel in der Kaderplanung an

Benjamin Weber, der Sportdirektor von Hertha BSC, hat in einem Gespräch über die Kaderplanung der letzten drei Jahre Fehler eingeräumt. Trotz seiner Verantwortung für die Kaderzusammenstellung bleibt er bis 2027 im Amt. Die Bilanz seiner Amtszeit zeigt, dass der Verein seit dem Abstieg vor drei Jahren nicht einen Tag auf einem Aufstiegsplatz verbracht hat.
Weber erklärte, dass die Herausforderungen, die der Verein nach dem Abstieg hatte, oft vergessen werden. Er betonte, dass Hertha in den letzten drei Jahren viele junge Spieler integriert hat und der Verein die meisten Eigengewächse auf den Platz gebracht hat. Dennoch gab er zu, dass einige Transfers nicht erfolgreich waren und dies Teil des Prozesses sei.
Insgesamt belief sich der Spieleretat während Webers Amtszeit auf rund 100 Millionen Euro. Lediglich Haris Tabakovic konnte mit einem Weiterverkauf einen Mehrwert generieren. Im Gegensatz dazu gibt es eine lange Liste von Fehleinkäufen, darunter Bilal Hussein, Andreas Bouchalakis und Bradley Ibrahim sowie neuere Verpflichtungen wie Jón Dagur Thorsteinsson, Diego Demme, Dawid Kownacki und John Brooks. Weber äußerte Enttäuschung über die Verletzungshistorie von Brooks, die dessen Einfluss auf das Team stark beeinträchtigt hat.
Um die Kaderplanung zu verbessern, wird Hertha BSC eine umfassende Umstellung im Scouting-Prozess vornehmen. Geschäftsführer Peter Görlich erklärte, dass die Kritik an Weber auch das Scouting betreffe und dass künftig ein profilorientiertes Scouting angestrebt werde. Bastian Huber wird als Kaderplaner die Bewertung möglicher Neuzugänge übernehmen, unterstützt durch moderne, datenbasierte Scouting-Methoden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, zukünftige Fehlgriffe zu vermeiden.
Quellen: B.Z.
Bildquelle: Depositphotos







