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Hertha BSC trennt sich von langjährigem Zeugwart Herzog

Hertha BSC hat Hendrik Herzog, den langjährigen Zeugwart, fristlos entlassen, nachdem er nach einem Unfall mit einem Hertha-Transporter nicht am Unfallort blieb. Der Klub wertete dies als Fahrerflucht, obwohl die Umstände unklar sind.

Hertha BSC trennt sich von langjährigem Zeugwart Herzog
Depositphotos

In den Büros von Hertha BSC sorgt eine aktuelle Personalentscheidung für Gesprächsstoff und Unruhe unter den Mitarbeitern. Der Verein hat sich von Hendrik Herzog, einem langjährigen und geschätzten Mitarbeiter, fristlos getrennt.

Der 57-jährige Herzog, der zuvor als Spieler für den Verein aktiv war und in der Champions League auf dem Platz stand, hatte nach seiner Karriere die Rolle des Zeugwarts übernommen. Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg kümmerte er sich um die Ausrüstung der Spieler und war oft eine wichtige Unterstützung für das Team. Er war bekannt dafür, früh zu kommen und spät zu gehen, um sicherzustellen, dass alles für die Mannschaft bereit war. Diese Zeit ist nun abrupt beendet.

Der Vorfall und die Kündigung

Der Anlass für die fristlose Kündigung war ein Vorfall, der sich nach dem Heimspiel gegen Bochum am 14. März 2026 ereignete. Herzog hatte mit einem Vereinsfahrzeug ein Auto der gegnerischen Mannschaft touchiert. Anstatt am Unfallort zu bleiben, entschied er sich, die Ausrüstung und einen verletzten Mitarbeiter zurück zum Vereinsgelände zu bringen. Vor seinem Verlassen des Unfallorts informierte er Zeugen und einen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes und äußerte den Wunsch, später zurückzukehren.

Die Entscheidung des Vereins, Herzog zu entlassen, wurde als Reaktion auf die Einschätzung des Vorfalls als Fahrerflucht getroffen. Der Verein beruft sich dabei auf das Strafgesetzbuch, das das unerlaubte Entfernen vom Unfallort regelt. Ob Herzog tatsächlich gegen diese Vorschrift verstoßen hat, bleibt jedoch unklar.

Reaktionen und Auswirkungen

Auf eine Anfrage zu dem Vorfall äußerte sich der Verein, dass die sofortige Trennung von Herzog aufgrund schwerwiegender Verfehlungen notwendig gewesen sei. Man habe in Anbetracht der Umstände und der Interessenabwägung keine andere Wahl gehabt, als die Zusammenarbeit zu beenden. Herzog, der in seiner Funktion als Vorbild agieren sollte, hat seit der Kündigung das Vereinsgelände nicht mehr betreten.

Die Reaktionen im Team und unter den Mitarbeitern sind gemischt. Berichten zufolge gab es emotionale Reaktionen im Kabinenbereich, und es wird vermutet, dass Herzog rechtlichen Rat einholen könnte. Der Verein hat sich stets als eine Familie präsentiert, was die Situation umso komplizierter macht. Viele Mitarbeiter fragen sich nun, wie sie in ähnlichen Situationen behandelt werden könnten.

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Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler