Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Devisen: Euro steigt über 1,19 US-Dollar

Der Euro hat am Montag die Marke von 1,19 US-Dollar überschritten und erreicht mit 1,1927 Dollar den höchsten Stand seit Ende Januar. Dieser Anstieg wird durch positive Konjunkturdaten aus der Eurozone und eine sinkende Nachfrage nach US-Staatsanleihen begünstigt.

Devisen: Euro steigt über 1,19 US-Dollar

NEW YORK – Am Montag stieg der Euro-Kurs über die Marke von 1,19 US-Dollar. Mit einem Wert von 1,1927 Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung den höchsten Stand seit Ende Januar. Zuletzt wurde der Euro im New Yorker Handel bei 1,1921 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1886 (Freitag: 1,1794) US-Dollar fest, was bedeutet, dass der Dollar 0,8413 (0,8478) Euro kostete.

Ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg sorgte für Druck auf den Dollar. Demnach haben chinesische Behörden die Banken des Landes angewiesen, den Kauf von US-Staatsanleihen zu reduzieren. Laut informierten Quellen sollen Finanzinstitute mit hohen Engagements in US-Staatspapieren dazu aufgefordert worden sein, ihre Positionen abzubauen. Dies könnte die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries verringern und somit auch den Wert der US-Währung belasten.

Konjunkturdaten stützen den Euro

Zusätzlich erhielt der Euro Unterstützung durch positive Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der vom Analyseinstitut Sentix ermittelte Konjunkturindikator stieg im Februar stärker als erwartet und verbesserte sich damit zum dritten Mal in Folge. Sentix äußerte sich optimistisch und erklärte: „Eine Aufschwungphase dürfte damit begonnen haben.“

Nach dem klaren Wahlsieg von Japans neuer nationalkonservativer Ministerpräsidentin Sanae Takaichi legte der Yen gegenüber dem Dollar leicht zu. Die Liberaldemokraten gewannen bei der Wahl zum Unterhaus mehr als zwei Drittel der Sitze in der mächtigen Parlamentskammer, was der rechtsgerichteten Regierungschefin erheblichen Einfluss verleiht.

Die DWS-Fondsmanagerin Lilian Haag kommentierte, dass Takaichi neben einer expansiveren Haushaltspolitik auch für eine lockerere Geldpolitik eintritt, um die japanische Exportwirtschaft durch einen schwächeren Yen zu unterstützen. Allerdings habe Finanzministerin Satsuki Katayama zuletzt durch eine Intervention der Bank of Japan deutlich gemacht, dass ein Wechselkurs von über 160 Yen zum Dollar nicht tragbar sei. DAX – Fortsetzung des Aufwärtstrends in Vorbereitung und NACHBÖRSE/XDAX -0,1% auf 24.805 Pkt könnten ebenfalls Einfluss auf die Währungsbewegungen haben.

Mehr zum Thema

„`

Bildquelle: Bildquelle: Mauro Sbicego auf Unsplash

Ronny Winkler