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Wetter-Warnung: Gewitter, Hagel und Starkregen

Auch dieses Wochenende wird es wieder ungemütlich in Deutschland.

Foto: Depositphotos/Unsplash

Während viele die Hoffnung nicht auf geben, dass sich der Sommer noch einmal zeigt – doch mit jeder neuen Prognose aus den Wetterbüros wird das unwahrscheinlicher.

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Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt vor einer neuen Gewitter-Welle – auch im Osten Deutschlands die nächsten Tage soll richtig ungemütlich werden.

„Die nächste Gewitterwelle steht schon vor der Tür, insgesamt sind die vergangenen Tage ja sehr wechselhaft gewesen – und es bleibt auch sehr wechselhaft“, berichtet der Metrologe.

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Das Problem: Ein Tiefdruckgebiet folgt auf das andere.

„Es kommt das nächste Tief herangerauscht, deshalb wird es nun wechselhaft weitergehen.“ Während in Südeuropa noch immer die warme Luft regiert und es Temperaturen von bis zu 38 Grad gibt, stehen hierzulande kühle Werte auf der Tagesordnung.

Gewitter, Hagel und Starkregen am Wochenende

Wie sieht es am Wochenende aus? Nicht gut! „Der Samstag beginnt zunächst relativ freundlich, vor allem im Osten und im Norden.

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Doch aus Westen ziehen schon die ersten dichten Wolkenfelder auf – und zum Mittag geht’s dann los.“ Erneut kräftige Schauer und Gewitter.

„Vor allem im Süden und Südosten besteht zum Abend auch Unwetterpotenzial“, warnt der Meteorologe.

Es bilde sich im Laufe des Tages eine Gewitterlinie aus. „Einmal von Norddeutschland bis nach Süddeutschland“, sagt Jung. „Teilweise scheppert es ordentlich – mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.“ Im Laufe des Tages ziehe die Linie dann auch in Richtung Osten weiter.

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Am Sonntag setzt sich die stürmische Wetterlage fort, laut Jung allerdings nicht so heftig wie am Sonnabend. Und auch in der kommenden Woche soll es wechselhaft bleiben – mit eher kühlen Temperaturen, mit Regen, Gewittern und viel Wind. Die sommerliche 30-Grad-Marke bleibe laut Jung auch in der kommenden Woche wahrscheinlich unerreicht.

Quelle: Berliner Kurier

Wie schütze ich schnell mein Haus vor Starkregen?

Keine Frage, die Fluten nach Starkregen in Teilen Deutschlands waren nicht zu bändigen. Die Auswirkungen mancherorts nicht abzumildern.

Bei moderaten Starkregenfällen gilt aber: Man kann sein Haus bis zu einem bestimmten Maß – und das auch auf die Schnelle – vorbereiten und so besser schützen.

Das raten Experten bei entsprechenden Wettervorhersagen:

– Strom abschalten

In den Räumen, die am ehesten geflutet werden können, etwa im Keller, sollten elektrische Geräte und auch die Heizung vom Stromnetz genommen werden. Wenn der Ernstfall eintritt, den Sicherungsschalter für das gesamte Haus umlegen.

Denn wenn es im Wasser zu einem Kurzschluss kommt, ist das später beim Aufräumen eine tödliche Gefahr. Und hindert so daran, schnell reagieren zu können. Denn bevor die überfluteten Räume betreten und wenigstens ein paar Sachen gerettet werden können, müssen erst Feuerwehr oder Energieversorger gerufen werden. Das kostet wertvolle Zeit.

Vor allem sollte man wissen: Selbst Sicherungen, die normalerweise vor elektrischen Schlägen schützen, seien meistens nicht mehr wirksam, nachdem sie mit Wasser in Berührung gekommen sind. Das erklärt die Initiative Elektro+, ein Zusammenschluss der Elektrobranche.

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– Rückstauklappen kontrollieren

Während die Gefahr von Überschwemmungen in unmittelbarer Nähe von Flüssen auf der Hand liegt und die Gebäude dort meistens besser abgesichert sind, kann Starkregen überall zum Problem werden. Selbst am Hang und auf dem Berg. Denn zu viel Regen kann die Straßenkanalisation nicht aufnehmen.

In der Folge drückt sich das Wasser durch die Abflüsse ins Haus. Eine Rückstauklappe, die mancherorts sogar vorgeschrieben ist, verschließt von unten die Rohre. Deren Funktionsfähigkeit sollte man bei einer entsprechenden Wetterwarnung noch mal überprüfen, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Und: Sie lässt sich in vielen Fällen auch nachrüsten.

– Problematische Stoffe vorrangig wegräumen

Auch wenn man sich verständlicherweise auf das konzentrieren möchte, was einem am Herzen liegt – etwa die geliebten Fotoalben zu retten – sollte man sich zuerst um Gefahrenpotenziale kümmern.

So sollte man in den besonders bedrohten Räumen alles herausräumen, was möglich ist. Das gilt besonders für gefährliche Stoffe und Chemikalien wie Benzin und Öl, Pflanzenschutzmittel, aber auch Farben, so das BBK. Diese sollten nicht ins Wasser gelangen, passiert das doch, muss die Feuerwehr zur Beseitigung anrücken.

Dazu gehört auch, dass der Tank für Heizöl gegen Auftrieb gesichert sein muss. Notfalls sollte er an der Wand verankert oder mit Ballast beschwert werden.

Ein einfacher Tipp ist auch das grundsätzliche Umräumen des Kellers: Viele Gegenstände können ein paar Zentimeter Wasser durchaus überleben, dafür sollten sie nicht auf dem Boden, sondern auf höher gelegenen Regalen stehen. Das gilt auch für Elektrogeräte, die etwa auf Podesten stehen können.

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– Das Haus von außen absichern

Sandsäcke schützen bei geringen Überschwemmungen der Straßen das Haus – sie kommen vor Türen, Fenster und Schächte. Auch Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten tun gute Dienste. In Orten mit einer Überflutungsgefahr etwa durch Flüsse und Bachläufe hilft es, sie im Haus vorrätig zu haben.

Wirkungsvoller sind mobile Schutzwände, die ohne größere Vorlaufzeiten vor die Eingänge eines Gebäudes gesetzt werden. Prof. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, empfiehlt sie Menschen in Regionen, die häufiger von Hochwasser betroffen sind. Sie werden im Idealfall bis zum ersten Stockwerk an allen Öffnungen angebracht.

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– Notfallgepäck bereit halten

Es kann nicht schaden, Notgepäck mit den wichtigsten Dokumenten vorzubereiten. Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine Liste des Eigentums zu erstellen, um der Versicherung Schäden später einfacher melden zu können – übrigens auch für den Fall eines Einbruchs.

Hilfreich sind außerdem Fotos vom Zustand der Gebäude und Einrichtung und, wenn noch vorhanden, Scans der Einkaufsbelege. Die Dateien können etwa in einem Clouddienst lagern. Wer lieber Kopien behält, sollte diese bei Verwandten oder Bekannten in anderen Orten lagern.

Was sich im Haus für den Ernstfall auch gut macht: Campingkocher, netzunabhängiges Radio, Taschenlampen mit Reservebatterien und ein leerer Wasserkanister.

nf24