Polizisten finden Drogen und Bargeld in Wohnung mutmaßlicher Dealerin, nachdem Autoschlüssel bei Kontrolle entdeckt wurde.
Köln: Autoschlüssel führt zu Festnahme

Köln (ost)
Beamte haben am Montagabend (1. Juni) das Zuhause einer vermeintlichen Drogenhändlerin (53) in der Maybachstraße durchsucht. Dabei entdeckten sie neben einer präzisen Waage und über 3300 Euro Bargeld mehr als 250 Gramm Amphetamin, über 200 LSD-Trips, ungefähr 50 Gramm Cannabis und Haschisch, knapp vier Gramm MDMA, zehn Fläschchen Aceton sowie ein Beil und ein Jagdmesser. Die Polizei nahm die 53-Jährige und ihren 56-jährigen Partner vorübergehend fest. Sie sollen noch heute einem Richter vorgeführt werden.
Der Grund für die Durchsuchung war die Überprüfung von vier Jugendlichen (15, 16, 17, 17) gegen 20 Uhr in der Ritterstraße. Als die Jugendlichen ein Polizeiauto sahen, flüchteten sie in ein Parkhaus. Neben einer kleinen Menge Cannabis fanden die Beamten einen Autoschlüssel. Da ein 17-Jähriger widersprüchliche Angaben zur Herkunft des Schlüssels machte, suchten die Polizisten nach dem Auto und entdeckten es in der Maybachstraße. Dort stellten sie fest, dass das Auto der 53-Jährigen gehörte. In ihrer Wohnung trafen die Beamten die Frau und ihren 56-jährigen Partner an. Letzterer soll versucht haben, bei der Ankunft der Polizei eine weiße Substanz, vermutlich Betäubungsmittel, über den Küchenabfluss zu entsorgen. (cw/ts)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen war 2022 mit 56367 höher als im Jahr 2023 mit 57879. Unter den Verdächtigen waren mehr Männer als Frauen, wobei auch die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 16655 auf 18722 stieg. Im Vergleich zu der Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit 73917 Fällen, liegt Nordrhein-Westfalen nur knapp dahinter.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








