Einführung EUSKA verbessert Datenqualität, Rückgang Verkehrsunfälle bei Senioren und jungen Fahrern.
Heßheim: Verkehrsunfallbilanz Polizei Frankenthal 2025

Frankenthal (ost)
Hauptpunkte:
Neuer elektronischer Unfalltypensteckkarte „EUSKA“: Die Einführung der elektronischen Unfalltypensteckkarte „EUSKA“ zum 01. Januar 2025 führt zu einer grundlegenden Verbesserung der Datenqualität und Modernisierung der Datenauswertung in der Verkehrsunfallstatistik. Durch geänderte Erfassungsparameter in der Auswertung können Abweichungen zu den veröffentlichten Unfallzahlen der Jahresunfallbilanzen der Vorjahre entstehen.
Verkehrsunfallentwicklung mit Fokus auf verschiedene Risikogruppen und Hauptunfallursachen: Bei der Risikogruppe der älteren Menschen ab 65 Jahren wurde ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfallzahlen festgestellt. Insgesamt sank die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung dieser Altersgruppe auf 502 Fälle (-12,2 %). Dabei wurden 47 ältere Menschen verletzt (-9,6 %). Die Gruppe der über 75-Jährigen war an 252 Verkehrsunfällen beteiligt (+8,2 %). In 33 Fällen führte dies zu Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Insgesamt wurden 23 Personen dieser Altersgruppe verletzt. Die Risikogruppe der jungen Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren war an 361 Verkehrsunfällen beteiligt. Dies entspricht einem Rückgang von 9,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden 42 junge Fahrer verletzt. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern (0-14 Jahre) stieg leicht auf 33 Fälle (+10 %). Dabei wurden 36 Kinder verletzt, darunter 13 Kinder als Insassen. Die Anzahl der Schulwegunfälle blieb mit drei Fällen auf dem Niveau des Vorjahres. Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrern sanken um 16,5 % auf 101 Fälle. Dabei wurden insgesamt 72 Rad- und Pedelecfahrer verletzt. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern sank deutlich. Insgesamt wurden 36 Verkehrsunfälle registriert (-26,5 %). Dabei wurden 20 Zweiradfahrer verletzt. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen stieg an. Insgesamt wurden 39 Verkehrsunfälle registriert (+178,6 %). In 29 Fällen führte dies zu Personenschäden, wobei 27 Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen verletzt wurden. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Lastkraftwagen sank auf 189 Fälle (-12,9 %). Dabei wurden zwölf Personen verletzt. Bei den Hauptunfallursachen blieb die Unfallursache „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren“ mit 631 Fällen weiterhin auf hohem Niveau, obwohl ein leichter Rückgang von 4,8 % festgestellt wurde. Die Unfallursache „Abstand“ sank auf 404 Fälle (-53 %). Dies ist auf die geänderte statistische Erfassung seit Januar 2025 zurückzuführen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle aufgrund nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit sank deutlich auf 54 Fälle (-36,5 %).
Verkehrsunfallprävention und Verkehrsüberwachung 2025:
Die Reduzierung von Verkehrsunfällen und die Minimierung von Unfallfolgen waren auch im Jahr 2025 ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit der Polizeiinspektion Frankenthal. Neben Verkehrskontrollen standen vor allem präventive Maßnahmen und zielgruppenorientierte Aufklärungsarbeit sowie die kooperative Netzwerkarbeit mit anderen Beteiligten im Fokus. Im Rahmen verschiedener Präventionsmaßnahmen wurden insgesamt über 3000 Personen erreicht. Die Jugendverkehrsschule führte außerdem Radfahrausbildungen im Umfang von 762 Stunden durch. Darüber hinaus wurden zahlreiche Präventionsveranstaltungen, insbesondere zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, an Fahrschulen und Schulen durchgeführt. Die Polizeiinspektion Frankenthal stellte im Jahr 2025 insgesamt 3561 Verkehrsverstöße (außerhalb der Unfälle) fest und verfolgte sie, wobei ein Anstieg (17,7 %) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist. Zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr führte die Polizeiinspektion Frankenthal zahlreiche Verkehrskontrollen durch. Insgesamt wurden 174 Alkohol- und Drogendelikte festgestellt. Darüber hinaus hinderten Polizeikräfte in 78 Fällen berauschte Personen daran, am Straßenverkehr teilzunehmen. Ein Schwerpunkt lag weiterhin auf der Überwachung von Schutzeinrichtungen wie Sicherheitsgurten, Helmen und Kindersitzen. Dabei wurden 475 Verstöße festgestellt. Außerdem ahndete die Polizei 148 Geschwindigkeitsverstöße.
Die Polizeiinspektion Frankenthal appelliert weiterhin an alle Verkehrsteilnehmer, sich im Straßenverkehr verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll zu verhalten. Zur Vermeidung von Verkehrsunfällen empfiehlt die Polizei eine defensive Fahrweise. Insbesondere Ablenkung, Alkohol- und Drogenkonsum sowie überhöhte Geschwindigkeit bleiben erhebliche Unfallrisiken.
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeidirektion Ludwigshafen „Auf einen Blick“ finden Sie auf unserer Internetseite https://s.rlp.de/elKIZ unter Verkehrsstatistik.
Grundlage dieser Pressemitteilung sind die Daten aus euska (ptv-group) der Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Frankenthal.
Die Polizeiinspektion Frankenthal ist für die Sicherheit von etwa 68.000 Personen verantwortlich. Neben der Stadt Frankenthal mit ihren Stadtteilen umfasst das Dienstgebiet auf einer Fläche von 140 Quadratkilometern die Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Kleinniedesheim, Beindersheim, Großniedesheim, Heßheim und Heuchelheim.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Unfälle aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (85,62%) waren übrige Sachschadensunfälle mit insgesamt 120.009 Vorfällen. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








