Ein Mann wurde Opfer eines Telefonbetrugs, bei dem er seine TAN preisgab. Die Betrüger erbeuteten etwa 3.000 Euro, indem sie sich als Bankmitarbeiter ausgaben.
VG Dolmar-Salzbrücke: Falscher Bankmitarbeiter – Betrug

VG Dolmar-Salzbrücke (ost)
Ein Bewohner eines Ortsteils der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke wurde am Freitag von einem Anruf überrascht, bei dem die Rufnummer seiner Hausbank angezeigt wurde. Ein angeblicher Mitarbeiter der Bank informierte den Angerufenen darüber, dass Unbefugte auf sein Konto zugegriffen hätten und nun eine TAN von ihm benötigt werde, um das Geld zurückzubuchen. In dem Glauben an die Echtheit des Anrufs gab der Mann die TAN heraus und der falsche Bankangestellte arrangierte sogar einen Termin mit ihm für Montag direkt bei seiner Hausbank. Später bemerkte der Mann, dass er keinen Zugriff mehr auf sein Onlinebanking hatte. Als er am Montag zum vereinbarten Termin bei seiner Bank erschien, war von der Absprache niemandem etwas bekannt. Erst dann wurde der Betrug offensichtlich. Die Täter hatten inzwischen etwa 3.000 Euro von seinem Konto abgebucht. Bei der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass der Geschädigte einige Tage zuvor eine SMS erhalten hatte, vermutlich auch von den Betrügern, in der ihm mitgeteilt wurde, dass sein TAN-Verfahren erneuert werden müsse. Er folgte dem Link und erhielt die Nachricht, dass es nicht funktioniert habe. Wahrscheinlich erlangten die Täter dadurch Zugriff auf seine persönlichen Daten, die sie dann am Montag im Telefonat nutzten, um sich als echte Bankmitarbeiter auszugeben.
Seien Sie vorsichtig und geben Sie niemals am Telefon oder im Internet persönliche Daten wie Ihre TAN oder PIN weiter. Öffnen Sie keine Links von unbekannten Absendern. Betrüger versuchen derzeit verstärkt, mit der oben beschriebenen Methode an Ihr Geld zu gelangen. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich persönlich an Ihren Bankberater vor Ort.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Thüringen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Thüringen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2958 Fälle registriert, wovon 993 gelöst wurden. Es gab insgesamt 755 Verdächtige, darunter 500 Männer, 255 Frauen und 119 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 3161, von denen 1083 gelöst wurden. Es gab insgesamt 834 Verdächtige, darunter 542 Männer, 292 Frauen und 143 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Fällen von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.958 | 3.161 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 993 | 1.083 |
| Anzahl der Verdächtigen | 755 | 834 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 500 | 542 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 255 | 292 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 119 | 143 |
Quelle: Bundeskriminalamt








