In Zehdenick hat der AfD-Kandidat René Stadtkewitz mit 58,4 Prozent der Stimmen die Bürgermeisterwahl gewonnen. Dies markiert den ersten Sieg seiner Partei bei einer Bürgermeisterwahl in Brandenburg.
Bürgermeisterwahl in Brandenburg: AfD erzielt 58,4 Prozent und setzt neue Akzente

Im brandenburgischen Zehdenick hat der AfD-Kandidat René Stadtkewitz die Bürgermeisterwahl mit einem klaren Ergebnis für sich entschieden. Mit 58,4 Prozent der Stimmen ist er der erste AfD-Politiker, der in Brandenburg das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters übernimmt.
Wahlverlauf und Ergebnisse
Bei der Neuwahl in Zehdenick, einer Stadt nördlich von Berlin, setzte sich Stadtkewitz deutlich gegen seine Mitbewerber durch. Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen erreichte 28,6 Prozent der Stimmen, während der parteilose Einzelbewerber Wolf-Gernot Richardt 7,8 Prozent und Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts 5,2 Prozent erzielen konnte.
Hintergrund von René Stadtkewitz
René Stadtkewitz ist der erste direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister der AfD in Brandenburg. Zuvor gab es zwar einen AfD-Politiker, Arne Raue, der in Jüterbog als hauptamtlicher Bürgermeister tätig war, jedoch trat er erst nach seinen Wahlsiegen in die Partei ein und war bei diesen Wahlen als parteiloser Einzelbewerber angetreten. Raue wechselte 2025 in den Bundestag.
Politische Karriere und Abwahl des Vorgängers
Stadtkewitz war zuvor Mitglied der CDU und brach 2010 mit der Partei. Er gründete die Partei Die Freiheit, deren Bundesvorsitzender er bis 2013 war, bevor er 2024 der AfD beitrat. Der vorherige Bürgermeister von Zehdenick, Alexander Kretzschmar, wurde mit einer deutlichen Mehrheit abgewählt. Kretzschmar hatte zwar im März des Vorjahres die Stichwahl gegen Stadtkewitz gewonnen, meldete sich jedoch elf Tage nach seiner Amtseinführung krank und konnte seine Amtsgeschäfte nicht fortführen. Seitdem wird die Stadtverwaltung von dem stellvertretenden Bürgermeister Marco Kalmutzke geleitet.
Die Wahl von Stadtkewitz markiert einen bedeutenden Moment in der brandenburgischen Kommunalpolitik und könnte weitreichende Auswirkungen auf die politische Landschaft der Region haben.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Von Foto: Reinhard Kraasch, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 DE, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1337598








