Senator Mark Kelly äußert sich besorgt über die stark geschwächten Munitionsvorräte der US-Armee. Er kritisiert die unplanmäßige Kriegsführung unter Trump und warnt vor den Folgen für die nationale Sicherheit.
Iran-Konflikt: Senator Kelly weist auf leere Munitionslager der US-Armee hin

US-Senator Mark Kelly hat die alarmierende Situation der Munitionsvorräte der US-Armee im Kontext des Iran-Kriegs thematisiert. Der Demokrat und ehemalige Astronaut äußerte sich besorgt über die stark reduzierten Bestände und die leeren Raketenlager. Er kritisierte, dass die USA durch die militärischen Auseinandersetzungen erheblich geschwächt wurden.
In einem Interview mit CBS erklärte Kelly, dass es „schockierend“ sei, wie stark die Munitionsvorräte aufgebraucht worden seien. Er warf der Regierung unter Donald Trump vor, das Land in einen Krieg ohne strategisches Ziel und Plan hineingezogen zu haben. Kelly, der Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses ist, berichtete, dass das Pentagon ihn über den Zustand bestimmter Munitionsarten informiert habe. Dazu gehörten unter anderem Raketen des Typs Tomahawk, ATACMS, SM-3 und Patriot. Er betonte, dass es „Jahre“ dauern werde, um die Bestände wiederherzustellen, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.
Warnungen vor Verteidigungsunfähigkeit
Kelly warnte, dass die USA im Falle eines längeren Konflikts möglicherweise nicht in der Lage wären, sich selbst zu verteidigen. Er erklärte, dass die Vereinigten Staaten sich in einer schlechteren Position befinden würden, als sie es ohne den Iran-Krieg wären.
Kritik am Pentagon-Haushalt
Aktuell strebt das Pentagon eine signifikante Erhöhung der Verteidigungsausgaben an. Der Haushaltsentwurf der Trump-Administration sieht für das Haushaltsjahr 2027 rund 1,5 Billionen US-Dollar für Verteidigung vor. Kelly bezeichnete diese Forderung als „unverschämt“ und wies darauf hin, dass das Pentagon-Budget vor fünfeinhalb Jahren bei 700 Milliarden Dollar lag.
Nach Angaben des Pentagon hat der Iran-Krieg die USA bis Ende April etwa 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,4 Milliarden Euro) gekostet. Diese Summe umfasst alle Ausgaben, die seit Beginn der Operation „Epic Fury“ angefallen sind, wobei der Großteil für Munition verwendet wurde.
Bereits zu Beginn des Jahres hatte Kelly mit dem Pentagon Konflikte, als er US-Soldaten aufforderte, illegale Befehle, wie etwa den Beschuss mutmaßlicher Drogenboote, zu verweigern. Kelly, der als Offizier und Pilot bei der Navy diente, war an Militäroperationen gegen den Irak in den frühen 1990er-Jahren beteiligt und hat insgesamt 39 Kampfeinsätze geflogen. Ab 1996 wurde er von der NASA für die Raumfahrt ausgebildet und nahm zwischen 2001 und 2011 an vier Weltraummissionen teil.
Quellen: n-tv
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