Schottland könnte in dieser Saison eine Meister-Sensation erleben, da der Traditionsklub Heart of Midlothian vor Celtic und den Rangers liegt. Ex-Bundesliga-Torwart Alexander Schwolow und Trainer Danny Röhl spielen dabei entscheidende Rollen.
Fußball: Schottland vor Meister-Sensation

Schottland: Heart of Midlothian vor historischer Meisterschaft
In Schottland zeichnet sich eine bemerkenswerte Wende im Fußball ab. Seit 1985 haben ausschließlich die Klubs aus Glasgow, die Rangers und Celtic, die Meisterschaft gewonnen. In dieser Saison könnte jedoch eine grundlegende Veränderung bevorstehen, an der zwei deutsche Akteure maßgeblich beteiligt sind.
Der Traditionsverein Heart of Midlothian führt die Tabelle an, nachdem er am Samstagabend ein Unentschieden gegen Motherwell erzielt hat. Mit einem Vorsprung von vier Punkten auf Celtic und acht Punkten auf die Rangers, jedoch mit einem Spiel mehr, stehen die „Hearts“ vor einer möglichen Meisterschaft. Der Klub ist erst seit 2021 wieder in der Scottish Premiership vertreten.
Alexander Schwolows Rolle bei den Hearts
Im Sommer investierte Heart of Midlothian eine Rekordsumme von 5 Millionen Euro in neue Spieler und verpflichtete insgesamt 15 neue Akteure, darunter den ehemaligen Bundesliga-Torwart Alexander Schwolow, der zuvor für Freiburg, Hertha BSC und zuletzt den 1. FC Union spielte. Nach einer Zeit, in der er in Berlin hauptsächlich auf der Bank saß, wechselte er 2025 ablösefrei nach Schottland.
Schwolow äußerte sich zu seinem Wechsel und betonte, dass man nicht sofort mit dem Anspruch auf die Meisterschaft antritt. Dennoch habe er schnell das Potenzial der Mannschaft und des Vereins erkannt, das durch eine gute Mischung aus Qualität, Mentalität und Teamgeist geprägt sei.
Historische Investitionen der Hearts
Der letzte Meister, der nicht aus Glasgow stammt, war vor 41 Jahren der FC Aberdeen. Zum Vergleich: Der Marktwert des Kaders von Celtic beträgt 145 Millionen Euro, während die Rangers bei 121 Millionen Euro liegen. Im Gegensatz dazu hat der Kader der Hearts einen Wert von weniger als 30 Millionen Euro.
Danny Röhl und die Rangers
Ein weiterer deutscher Einfluss kommt von Danny Röhl, der im Oktober als Trainer der Glasgow Rangers übernommen hat. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Klub auf dem sechsten Platz mit nur einem Sieg aus acht Spielen. Röhl konnte den Verein stabilisieren und verlor nur eines von 25 Spielen. Allerdings haben die Rangers in der Meisterrunde gegen Motherwell und die Hearts verloren, was ihre Meisterschaftschancen stark beeinträchtigt hat.
Das bevorstehende „Old Firm“-Duell
Am Sonntag steht das prestigeträchtige Duell zwischen den Rangers und Celtic an, das als „Old Firm“ bekannt ist. Röhl und die Rangers haben die Möglichkeit, den Erzrivalen Celtic mit einem Sieg den Titel zu verwehren. Der Trainer betonte, dass in diesem Spiel mehr auf dem Spiel steht als in jeder anderen Begegnung, da es um Prestige geht.
Die Rivalität zwischen den beiden Klubs könnte sich als entscheidend für die Hoffnungen von Schwolow und den Hearts erweisen, die auf eine historische Meisterschaft hinarbeiten.
Quellen: B.Z.
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